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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 6. Band, (Jahrgang 1851)

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A!hie  an  diefer  friß
Nu  helft  mir  pitten  den  füzzen  chrift
llie  pei  difen  tagen
All  die  ir  arheit  haben
10  Gelegt  mit  Vernunft
Ah  dicz  puch  vnd  mit  cliunfi
das  je  got  geh  das  liimelreich
Ymmer  ewikleicli
Vnd  all  die  da  pei  wefen
15  die  ez  hören  lefen.
das  vns  dez  lielf  gotes  namen
frotb.)  Nu  fpreelit  all  amen  Amen.
Do  difer  kaifer  Fridreich  ftarh  do  waz  von  gotes  purd  zwelf  hundert
vnd  viertzehen  jar.  So  waz  von  angeng  der  weit  pis  her  Sechs  taufcnt  vnd
vier  hundert  vnd  xxxj  jar.  Auch  hat  dicz  puch  gefchriben  Johannes  von
Ezzlingen  priefter  vnd  ift  volpracht  do  man  zalt  von  Chrifti  gepurd  taufend
vierhundert  vnd  darnach  in  .dem  fünftzehenten  jar  ze  Tramin  an  der  Elfcli
jn  dem  monet  des  maijen  an  den  fechtzehenten  tag  vnd  waz  des  miltwochen
vor  dem  heiligen  pfingßag.
Sitzung  vom  14  Mai  1851.
i
.Der  kais.  Rath  Bergmann,  den  seine  Untersuchungen  über
das  Geschlecht  Hunfried’s  Grafen  von  Churrhätien,  von  welchem
Freiherr  v.  Hormayr  die  alten  Grafen  von  Tirol  (von  1140—
1254)  ableitet  —  eine  Annahme,  die  nun  allenthalben  Eingang
gefunden  —  auf  dieses  Thema  geführt  hatten,  liest  die  Resultate
seiner  diessfälligen  kritischen  Forschungen  vor.  Nach  dessen  auf
Urkunden  basirter  Darlegung  lässt  sich  durchaus  kein  Zusammenhang ­
  zwischen  beiden  nachweisen  und  herstellen.  Die  von  Hormayr’sche
  Deduction  hat  zu  grosse  Lücken,  macht  allzu  kühne  und
willkürliche  Sprünge,  verrenkt  und  verstümmelt  Namen  und  gibt
Zeugniss,  dass  er  nicht  gewissenhaft  Geschichte  gesu  cht,  sondern
sie  oft  gemacht  habe.  So  ist  z.  B.  selbst  die  Existenz  des  Grafen ­
  Otto  von  Churrhätien  im  Jahre  1050  mit  Beiziehung  anderer
Daten  zu  bestreiten,  da  die  betreifende  Urkunde  für  das  Kloster
Pfäfers  nach  innern  Kriterien  durchaus  falsch  ist.  Hunfried’s
Geschlecht  war  schon  im  Jahre  973  mit  Herzog  Burkhard  II.  von
Alemannien  erloschen,  während  Adelbert  oder  Albert,  der  Vater
            
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