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Sammlungen. V011 andern , ausserhalb Mährens bestehenden Archiven
und Bibliotheken werden nicht nur die der einzelnen österreichischen
Kronländer, sondern auch jene in Breslau, Königsberg',
Dresden, München, Heidelberg, Basel und Berlin, so wie die in
Schweden , Polen und das Vatican’sche in Rom bezüglich des dort
wirklich oder nur muthmasslich vorhandenen mährisch-historischen
Materials besprochen.
Schliesslich wird noch bemerkt, dass der Verfasser nach
Massgabe der ihm zu Gebote stehenden Quellen beinahe jedem der
vorgeführten vaterländischen Schriftsteller eine kurze Lebensbeschreibung
und mitunter auch eine Würdigung seines anderweitigen
besseren Strebens gewidmet hat, wobei er mit einer jetzt
ziemlich seltenen Pietät insbesondere auch seiner einstigen Lehrer
gedenket.
Herr Regierungsrath J. Chmel liest die Fortsetzung seines
Reiseberichtes.
III.
Einer der vielen Richtungen, nach welchen hin die Forschung
in den ausländischen Bibliotheken und Archiven betrieben
werden soll, konnte ich verhältnissmässig nur wenige Zeit
widmen, wollte ich nicht meinen Hauptzweck aus den Augen
verlieren.
Ich meine die von unserer Classe beschlossene Herausgabe
der „Acta Conciliorum saeculi XV”, ein tüchtiges Stück Arbeit,
ohne Zweifel von grösster Wichtigkeit! —
Sie wissen, meine Herren, dass ich gleich Anfangs im Gefühle
der Grösse und Schwierigkeit der Aufgabe meine unmittelbare
Betheiligung an der dazu ernannten Commission nicht ohne
Zögern und mancherlei Bedenken übernahm. — Ich fürchtete wohl
nicht ganz grundlos , dass das Interesse für die eine, dem für
die andere von mir in Vorschlag gebrachte, von der kaiserlichen
Akademie ebenfalls angenommene Aufgabe („Monumenta Habsburgica”)
Eintrag thun dürfte.
Ich habe jedenfalls die Ueberzeugung gewonnen, dass für
diese Acten-Samralung der Concilien des fünfzehnten Jahrhunderts
ein beinahe unübersehbares Material existirt.