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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 6. Band, (Jahrgang 1851)

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Reales  an  Reales  knüpfend.  Hegel  dagegen,  in  unvermittelter
Härte  auf  der  Seite  des  Begriffes  beharrend,  betrachtet  nicht  nur
das  Object  als  blosse  Selbstentäusserung  des  erstem,  sondern
verwirft  geradezu  alles  nicht  im  Begriffe  Vorhandene  von  der
Sache  als  „leere  Schlacke  der  schlechten  Individualität.”
Wir  glauben  nicht  mehr  nöthig  zu  haben,  nachdem  wir  die
logische  Verwechslung  dessen,  was  vom  Gegenstand,  mit  Demjenigen, ­
  was  vom  Begriff  gilt,  als  punctum  saliens  desMonismus  überhaupt ­
  und  des  Spinozistischen  insbesondere,  nachgewiesen  haben,
uns  über  die  Nothwendigkeit  der  scharfen  Scheidung  beider  eigens
rechtfertigen  zu  müssen,  da  dies  von  Anderen,  z.  B.  von  Bolzano ­
  in  seiner  Wissenschaftslehre  und  von  Exner  in  der  angeführten ­
  Abhandlung,  auf  deren  Fortsetzung  das  philosophische
Publicum  begierig  wartet,  bis  zur  vollkommenen  Evidenz  geleistet
worden.  Nur  Eines  möge  uns  zum  Schlüsse  anzuführen  erlaubt
sein.  Wenn  es  wahr  wäre,  was  Spinoza  und  die  Monisten  mit
ihm  behaupten,  dass  der  Begriff  ebenso  die  Sache  ,  die  Definition
des  Ersten  die  ganze  Essenz  der  letztem  sei,  dann  wäre  überhaupt ­
  gar  keine  Definition  möglich,  am  wenigsten  die  der  absoluten ­
  Substanz  selbst,  denn  jedes  Ding,  das  endliche  wie  das  unendliche, ­
  hat  unendlich  viele  Beschaffenheiten;  man  würde  also  mit
der  Definition  nie  fertig.  Im  besten  Fall  also  würde  man  sich  mit
der  Aufzählung  gewisser  Beschaffenheiten  begnügen  ,  die  andern
hinweglassen  müssen  ,  wodurch  der  behauptete  und  angestrebte
Parallelismus  von  Begriff  und  Gegenstand  von  selbst  hinwegfällt.
Umgekehrt  aber  lässt  sich  darthun,  dass  jede  Definition  und  jeder
Begriff  Bestandtheile  enthalte  und  enthalten  müsse,  die  nichts  weniger ­
  als  Beschaffenheiten  seines  Gegenstandes  ausdrücken.  Aus
solchen  Gründen,  denen  sich  bei  weiterer  Ausführung  zahlreiche
hinzufügen  Hessen,  über  welcho  wir  an  die  genannten  Werke  verweisen ­
  müssen,  stellt  es  sich  heraus,  dass  der  Begriff  seiner  Natur
nach  etwas  Anderes  als  der  Gegenstand,  und  die  Definition  desselben ­
  verschieden  sei  von  der  blossen  Essenz  der  Sache.  Ich
schliesse  mit  dem  Wunsche,  dass  es  mir  gestattet  sein  möge,  der
hochverehrten  Classe  diese  Gründe  selbst,  deren  Wichtigkeit  aus
dem  heutigen  concreten  Falle  ihrer  Anwendung  hinreichend  hervorgegangen ­
  sein  dürfte,  bei  einer  andern  Gelegenheit  ausführlicher ­
  darzulegen.
            
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