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nämlich keineswegs, dass die Wirkung durch die Ursache erkannt”,
sondern nur, dass sie durch dieselbe hervorgebracht
werde. Wie viel ursächliche Processe sind fortwährend im Gange,
die von Niemanden „erkannt” werden und auf diese Erkenntniss
auch nicht warten. Wo daher immer ursächlicher Zusammenhang
stattfindet, ist dies zwischen Dingen der Fall, die wenn nichts
Anderes, doch wenigstens das gemein haben, dass sie Dinge sind.
Keineswegs aber muss desswegen, weil das Eine Ursache des
Andern, auch der Begriff des Einen den des Andern einschliessen,
wie denn der Begriff des Vaters gewiss nicht in jenem des Sohnes
enthalten ist, und noch weniger muss dem ursächlichen Zusammenhänge,
wie in der Demonstration der Propositio III. gefordert
wird, die Erkenntniss desselben vorausgeheu.
Dies aber schreibt offenbar Spinoza vor, da er dort, wo
nicht wenigstens wechselseitige Begreiflichkeit herrscht, also ein
gewisser Grad von Gemeinschaft, von einem sächlichen Verhältnisse
gar nicht die Rede sein lassen will. Einerseits die logische
Correlativität dieser Begriffe, die er kein Bedenken nimmt, als
innere Wesensidentität auf die physischen Ursachen und Wirkungen
selbst zu übertragen; andererseits das gelieimnissvolle Band
der Gleichartigkeit, welches der alte Kanon: Gleiches kann nur
durch Gleiches erzeugt werden, um die Dinge schlingt, die in
wechselseitiger Einwirkung begriffen sind, übt auch auf Spinoza’s
Ansicht der Causalität einen magischen Einfluss. Was nicht wenigstens
etwas mit der Wirkung gemein hat, das kann, meint er, nicht
deren Ursache sein und umgekehrt. Schon dass wir bestimmt
werden, einer gewissen Erscheinung, als Wirkung betrachtet, nur
eben diese und keine andere Ursache zuzuschreiben, geschieht in
Folge einer innern Verwandtschaft zwischen beiden, die auf der
Gemeinschaft gewisser Beschaffenheiten beruht. Ganz richtig! Bemerken
wir nur auch, dass diese gemeinschaftlichen Beschaffenheiten,
diese innerliche Gleichartigkeit zwischen Ursache und Wirkung
oft sehr entfernt und verborgen liegen kann. Feuer und
Wasser bieten sich der gemeinen Anschauung als schroffe Gegensätze
dar, und doch ist der Tropfen Wassers, den das sich entladende
Knallgas zurücklässt, Wirkung der Flamme. Das Mass der
Gleichartigkeit, das wir an den Dingen der Erscheinung wahrnehmen,
kann selten oder nie Grund genug sein, das Eine als die