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nen Schlesiers 1 }, füllen alleiu 20 Folio-Bände, und doch fand
er noch Müsse , die Verhandlungen seiner drei, durch Kaiser Rudolf
II. veranlassten Sendungen nach Polen in der Wahlangelegenheit
des Erzherzogs Maximilian zumKönige und derenFolgen (1587,
158S und 1595) in ebenda aufbewahrten sehr ausführlichen Berichten
abzufassen, obwohl er im Verlauf derselben auch in der
„Correspondenz” an verschiedene hochgestellte Männer vieles darüber
schrieb. Dieser Briefwechsel wird im 39. Bande mit dem
Jahre 1617, unter Cardinal Franz von Dietrichstein, zwar unterbrochen,
hört aber keineswegs gänzlich auf, weil sich in demselben
Kremsierer Archiv, sowie in dem des Domcapitels und in der Consistorial-Registratur
zu Olmütz bedeutende Parthien von Schreiben
dieses einflussreichen Kirchenfürsten an Einzelne und ganze Körperschaften
uneingebunden vorfinden, der sehr wichtigen Correspondenz
desselben nicht zu gedenken, die in dem Fürst von Dietrichstein’schen
Archiv zu Nikolsburg aufbewahrt, und von d’Elvert
S. 492 ff. besprochen wird. Uebrigens enthält diese reichhaltige
Quelle auch die wichtigsten Aufschlüsse über die Umtriebe und
Uebergriffe der Akatholiken hohen und niederen Standes in Mähren
seit der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, und liefert überdiess
höchst interessante Beiträge zur Kunst-, Literar- und Sittengeschichte
dieser Zeit.
Die Handschriften-Sammlung des Olmützer Domcapitels, einst
Libraria genannt, derer S. 480 gedacht wird , zählt 615 Manuscripte,
wovon 5 ins 11., 20 ins 12., 34 ins 13., und die übrigen
in nachfolgende Jahrhunderte gehören. Die aus den zwei ältesten
Jahrhunderten sind, mit Ausnahme einer „Legenda Sanctorum”
aus dem 12. (Nr. 97), theologischen und zumTbeil liturgischen Inhalts,
unter denen des 13. kommen aber (nach dem, wie es scheint
Nicht Polen, was bisher häufig geglaubt wurde, wie er dies im Antwortschreiben
an Barthol. Paprocky vom 28. Mai 1586 , der ihm seine
in’s Polnische übersetzte Beschreibung Preussens widmen wollte , selbst
sagt: „Nos non in Polonia . . . sed in Silesia natos esse, nee paternum
solum, r/uod cuivis dulce est, abnegare veile, guamvis inficias irc noiuimus,
familiam nostram olim ex Polonite regno originem snam tru~
here etc.” Eben desshalb lehnte er auch diese Widmung ab, und schickte
dem Verfasser für dessen guten Willen ein schweres Goldstück mit seinem
Portraite (Bd. XXIII. f. 48).