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Denselben Fleiss, wie auf das obige, verwendete d’ Elvert
auch auf sein zweites Werk, welches den Titel: „Historische Literatur-Geschichte”
(sollte wohl heissen : Geschichte der historisch.
Literatur etc.) „von Mähren und Oesterreichisch - Schlesien”
führt, und einen Band von 518 Seiten in gr. 8 V ° füllt. Es hat den
Zweck: das auf dem Felde der vaterländischen Geschichte bisher
Geleistete vorzuführen, den in Archiven und Sammlungen aufbewahrten
historischen Stoff kennen zu lehren, und den Geschichtsfreund
ohne Mühe auf einen Punct zu führen, von dem aus er die
Arbeit von Jahrhunderten leicht überblicken kann (Vorwort). Nebenbei
soll es „einige Erinnerungsblätter auf das Grab von Männern
streuen, welche selten gewürdigte Opfer der Verherrlichung
des Landes gebracht haben, und auch zeigen, wie seit Jahrhunderten
so viele der schönsten Kräfte erfolglos (?) zersplittert wurden,
der unermüdlichste Fleiss und die hingehendste Aufopferung keine
(??) entsprechenden Früchte getragen haben, so viele der köstlichsten
Schätze unwiederbringlich verloren gegangen oder unbenutzt
geblieben sind” u. s. w.
Das Werk ist der erste grössere Versuch dieser Art in Mähren,
und als solcher natürlich nicht ohne mannigfache Mängel,
die auch der Verfasser seihst fühlt (Vorwort); man muss demnach
hei Beurtheilung desselben billig sein, und diess um so mehr, wenn
man erwägt, dass es die Frucht der karg zugemessenen Mussestunden
eines sehr eifrigen Staatsbeamten ist, der ausserdem 1848
als Deputirtcr heim mährischen Landtage eingreifend wirkte, und
als solcher auch zum Frankfurter Reichstage gewählt wurde. Und
gerade in diese viel bewegte Zeit fällt die Redaction und der
Druck des Buches.
Es zerfällt in 4 Hauptperioden, nämlich I. „Die Zeit der
Geistlichen Chroniken bis gegen Ende des 15. Jahrhunderts.
II. Die Zeit des vorherrschenden Humanismus, bis in
das 17. Jahrhundert. III. Die Zeit der In tolleranz, bis in
die Mitte des 18. Jahrhunderts, und seitdem IV. die Zeit der
kritischen Forschung.”
Jede dieser Perioden ist wieder in Abtheilunjjen, und diese
in Abschnitte getheilt . z. B. die I. Periode („die Zeit der Capitelund
Klöster-Chroniken”) in 2 Abtheilungen, wovon die erste mit
der Ueberschrift: Leistungen für Mährens und Oesterreichisch-