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Unter dem Ausdrucke 1 ) sind die Papierdrachen zu verstehen,
welche die Knaben an windigen Tagen an Fäden fliegen lassen.
Moseilime machte sich solche Papierdrachen, hing Glöckchen daran
und liess sie in windigen Nächten fliegen, wo er dann sagte, es
kämen die Engel zu ihm und diess Klirren komme von ihnen, er
befestigte endlich abgeschnittene Flügel eines Vogels an seinem
Leibe und flog damit.
Altarabische Bräuche und Sitten.
Wir unterlassen es hier die bereits schon mehr bekannten
Bräuche der Araber, wie z. B. das Knüpfen der Zweige des Baumes
Betern, um die Treue der Weiber zu erproben, das Anbinden des
Kamels am Grabe des Todten u. s. w. anzuführen und bemerken
bloss, dass die Sitte der Weiber, denen Kinder starben 2 ), über einen
edlen Todten zu treten, um dadurch ihre Kinder am Leben zu erhalten,
noch ein Seitenstück in einem heut zu Tage in Aegypten
bestehendem Gebrauche findet, den Lane in seinem Werke über
die neueren Aegyptier, p. 353, Vol. 1, anführt. Die Bräuche und
Sitten, die wir hier anführen, sind theils unvollständig, thcils bis
jetzt noch gar nicht bekannt gemacht worden.
Das Loosen mit Pfeilen.
Es ist Wort Gottes im Koran: Der Wein, das Glückspiel, die
Steingötzen und die Loospfeile sind Verführungen von der Erfindung
des Teufels, desshalb meidet sie. Der Wein wird 3 ) genannt,
weil er die Vernunft umschleiert, das Glückspiel ist spielen mit
Loosen um ein geschlachtetes Kamel, die Steingötzen sind Steinblöcke,
die angebetet werden, die Loospfeile aber sind Pfeile, auf
denen theils geschrieben stand, mein Herr befahl mir, mein Herr
verbot mir. Es wird erzählt, dass es noch eine andere Art Pfeile
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