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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 6. Band, (Jahrgang 1851)

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Mit  ihren  Messern  nahten  sie  und  schnitten  blutig 1
Die  Lende  mir,  ich  lieg’  geduldig,  todcsmuthig.
Ei*  starb  und  ward  am  Fusse  des  Berges  Asib,  der  neben  Medine
  ist,  begraben.  Seine  Schwester  Chansä  beweinte  ihn  in  ihren
Klageliedern,  deren  rührendste  sie  auf  ihn  dichtete,  nicht  auf  ihren
Bruder  Müäwije.  Sie  schwor,  nie  mehr  die  Trauerkleider  abzulegen ­
  nach  Ssachr’s  Tode.  In  der  Folge  hoffte  sie  vom  Chalifen
Ürner  dieses  Schwures  entbunden  zu  werden;  doch  dieser  sagte
ihr:  Erfülle  das,  zu  dem  du  dich  verpflichtet  hast.
Amir  Ibn-ot-Tufeü's  Gastfreiheit.
Hammad-or-Räwije  erzählt  von  Katäde:  Siäd  sagte  zu  Äilan
Ihn  Churschune:  es  ist  mir  am  liebsten,  wenn  du  mir  etwas  von  den
Arabern  und  ihrer  Ausdauer,  so  wie  von  ihrem  Leben  voll  Entbehrungen ­
  erzählest,  auf  dass  wir  Gott  für  die  Fülle  preisen,  in  der
wir  leben.  Ailän  sagte,  mein  Oheim  erzählte  mir  folgendes:  Es
waren  mehrere  dürre  Jahre  über  die  Araber  gekommen,  da  ritt
ich  wegen  eines  mir  gehörigenKamelfohlens  zuden  Arabern  (in  der
Wüste)  hinaus,  sieben  Tage  bekam  ich  nichts  zu  essen,  als  das  was
mein  Kamel  ass  oder  das  Gewürm  der  Erde,  bis  ich  zu  einem
grossen  Lager  kam,  da  sah  ich  ein  vom  Stamme  abgesondertes
Zelt,  ich  richtete  meine  Schritte  dahin,  da  kam  mir  ein  grosses
schönes  Weib  entgegen  und  frug  mich:  Wer  bist  du?  Ich  antwortete: ­
  ein  nächtlicher  Besucher,  der  um  Bewirtliung  bittet.  Sie
antwortete:  wenn  wir  etwas  hesässen,  so  hätten  wir  es  für  dich
erkoren;  doch  wer  den  Weg  zur  Wohlthat  zeigtest  wie  der,  welcher
sie  ausübt,  sieh  diese  Zelte,  gehe  zum  grössten,  ist  etwas  zu  finden,
so  wirst  du  es  dort  finden.  Diess  tliat  ich  und  als  ich  vor  dem
Besitzer  des  Zeltes  stand  und  ihn  begrüsste,  frug  er  mich:  Wer
bist  du?  Darauf  entgegnete  ich:  ein  nächtlicher  Besucher,  der  um
Bewirthung  bittet.  Da  rief  er  seinem  Diener  zu:  Hast  du  etwas
Speise?  Der  antwortete:  Nein.  Mein  Oheim  erzählt:  Bei  Gott,  nie
hat  mir  etwas  schrecklicher  in  die  Ohren  geklungen  als  das.  Dann
frug  jener:  hast  du  Trank?  Die  Antwort  darauf  war:  nein.  Da
seufzte  er  und  sagte,  wir  haben  in  dem  Euter  jener  Kamelstute
            
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