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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 6. Band, (Jahrgang 1851)

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sie  hatte  Ringe  und  schöne  Schenkel,  da  frug  sie  der  Mann:  ist
diese  Hüfte  feil?  sie  entgegnete:  über  ein  Kurzes,  und  Ssachr
hörte  diess  alles;  da  sprach  er  zu  sich  seihst:  Wenn  icli’s  im  Stande
wäre,  wollte  ich  sie  mir  voraus  (in  den  Tod)  senden.  Er  sagte  nun
zu  ihr:  Reich’  mir  das  Schwert,  dass  ich  sehe,  oh  meine  Hand  es
heben  kann,  und  siehe,  seine  Hand  war  zu  kraftlos  um  es  zu  heben;
da  sprach  Ssachr:
Meine  Mutter  wird  mich  zu  besuchen  nimmer  müd’;
Doch  Soleimä  ist  schon  meines  Krankenlagers  müd\
Welcher  Mann  der  Omm  Halile  Böses  tliut
Der  leb’  in  Verachtung  bis  das  Leben  von  ihm  schied.
Jeden  Schlafenden  hab’  ich  gewecket  aus  dem  Schlummer,
Und  wer  Ohren  hat,  dem  geht  mein  Jammer  zu  Gemüth,
Klugen  Rath  gibt  man  mir:  o  dass  ich  ihn  nützen  könnte!
Es  verfloss  ein  Jahr  nun,  dass  ich  zwischen  Tod  und  Lehen  brüt’.
Nicht  dass  ich  mich  fürchte  eine  Leiche  dir  zu  werden;
Wen  das  Missgeschick  der  Zeiten  so  wie  mich  beschied,
Dem  ist  Tod  wohl  lieber  als  ein  Leben,  so  schmerzvoll  wie  in
Einem  Bienenschwarm,  oder  auf  eines  Speeres  Splitt.

Nicht  lange  mehr  dauerte  Ssachr’s  Elend,  es  wuchs  an  seiner
Weiche,  an  der  Stelle  des  Stiches,  ein  Stück  Fleisch  heraus  von
der  Grösse  einer  Hand  und  man  sagte  ihm,  wenn  diess  abgeschnitten
wird,  haben  wir  Hoffnung  dich  zu  heilen;  er  antwortete:  macht,
was  ihr  wollt,  nur  einer  erbarmte  sich  seiner  und  widerrieth  es  ihm,
doch  er  blieb  fest,  nun  nahmen  sie  die  Messer  und  schnitten  jene
Stelle  ab,  da  verzweifelte  er  an  seinem  Leben  und  sprach:
            
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