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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 6. Band, (Jahrgang 1851)

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König  Michael  empfahl  ihn  ,  und  der  Viec-Kanzlcr  legte  es  noch  besonders
dem  Cardinal  Ursini,  Protector  von  Polen  ,  in  einem  Briefe  ans  Herz  ,  der
bei  Zaluski  I.  p.  162.  Er  trachtete  Erzbischof  von  Toulouse  zu  werden,
und  wurde  es:  Tagebuch  f.  121  b.:  „  nachMr.  Blumenthal  gegangen,
dem  ich  gesaget,  dass  ich  von  Mr.  de  Siri  gehöret,  dass  Mr.  de  Beziers
trachtet  Ertzbischoff  von  Toulouse  zu  werden.”  F.  136.  b.:  „Mr.  Blumenthal
ist  endlich  zu  uns  kommen,  und  gesaget  dass  Mr.  de  Beziers  Evesque
de  Toulouse  worden.”  Lionne  meinte,  er  solle  „olirn  ä  la  teste  du  Conseil
de  France  seyn”:  Tagebuch  f.  112.  b.
100.  Pufend.  1.  X.  c.  81.
101.  Tagebuch  f.  69.  a:  „Br.  Blumenthal  wüste  mir  zu  erzehlen  wie
Ihm  so  viele  vornehme  leute  versicherten,  dass  der  König  von  Franckreicli
in  der  Pollnischen  Sache  unsz  betriege.”  F.  89.  b.:  „Mr.  Pawel  zu  mir  kommen, ­
  der  erzehlet,  wie  La  Princesse  Palatine  Ihm  gesaget,  dass  Sie  für  Ihre
Person  zwar  gerne  sehe,  dass  die  exclusion  gesehen  [1.  geschehen],  allein
es  erhelle  darausz,  dass  das  Ministerium  alhier  sehr  übel  agiret  habe.”
F.  72.  b.:  s.  Not.  96.  Man  sagte  auch  mit  Zuversicht,  die  Flotte  zu  Toulon
sei  nicht  nach  Candia  bestimmt,  sondern  den  Prinzen  Conde  nach  Polen  zu
bringen.  Tagebuch  f.  73.  a.:  „Mr.  de  Moulin  kommen,  und  gesaget,  dass  Er
versichert  sey,  dass  die  Flotte  zu  Toulon  nicht  nach  Candia,  besondern  dem
Printzen  de  Conde  nach  Polen  zu  transportiren  ausgerüstet  werde,  und  dass
Er  solches  dem  Ambassadeur  von  Venedig  hinterbringen  wolte  Mr.
Königsmarck  hat  Unsz  verstöret,  der  mir  confirmiret  was  Moulin  wegen  der
Flotte  gesaget,  und  zwar  weilln  Hr.  Turenne  Ihm  allezeit,  wenn  Er  von  der
Reyse  nach  Candie  gesprochen,  geantwortet  Monsr.  n'y  songez  pas,  Je  ne
puis  vous  en  dire  la  raison  u.  cette  heure,  maisje  vous  prie  de  ne  mettre
cela  dans  votre  Esprit,  car  ce  n’est  rien.  [11  y  aura  assurement  bien  des
affaires  pour  vous  icy.  Ne  bougez  pas  de  Paris,  vous  verrez  que  vous
n’aurez  pas  sujet  de  vous  en  repentir.  in  marg.]  und  dann  weilln  der  König ­
  verbothen,  dass  keine  volontaires  mitgehen  solten,  welches  Er  nicht  gethan,
  wenn  es  revera  nach  Candien  angesehen.  Zu  geschweigen,  dass  es
von  einer  zeit  zur  andern  aufgeschoben  worden,  erstlieh  weilln  die  Schiffe
aus  Roclielle  noch  nicht  ankommen,  und  dann  dass  Mr.  de  Beaufort  ein  ander
Admiral  Schiff  haben  müste.  Könnte  dannenliero  gar  wohl  seyn,  dass  die
flotte  fürnelnnlich  destiniret  sey,  den  Printzen  von  Conde  nacher  Polen  zu
transportiren,  wie  Sie  denn  gar  leiclitlich,  und  ehe  iemand  darvon  wüste,
wieder  in  dem  Ocean  seyn  könte.”
102.  Brandenburg  und  Neuburg  beschwerten  sich  nach  der  Wahl  sehr
über  Frankreichs  Benehmen:  Tagebuch  f.  92  b.:  „  Mr.  Pawel  bei
mir....  gewesen  und  gesaget....  Mr.  Dörnberg  habe  Ihm  geschrieben,
dass  Brandenburg  wegen  der  franlzösisclien  conduite  in  Polen  sehr  disgoustiret
  were....  Uf  der  gasze  Mr.  Blumenthal  angetroffen  ,  und  mit  Ihm  in
der  Carosse  geredet,  da  Er  saget,  dass  Hr.  Baron  de  Leerod  ordre  helle,
dem  König  zu  sagen,  wie  Ihm  leyde  were  ,  dass  alle  deszen  angewendete
officia  so  schlechten  success  gehabt  betten.  Hr.  Lionne  were  sehr  traurig
gewesen,  und  hette  nicht  ein  klagewort  zu  sagen  gewust.  Hette  Ihm  gefra-
            
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