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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 6. Band, (Jahrgang 1851)

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Aeusserung:  „Euripum  jure  aliquis  appellavit  Comitiorum  et  populi  favorem;
  saue  hie  mirus  fuit  ertja  Serenitatem  Vestram,  nisi  ohstinata  Candidati
  (Neuburg’s)  aemulatio  tertio  nee  opinanti  (Michael  Wisniowiecki)
facilem  viarn  aperuissef."  Derselbe  setzt  auch  hier  noch  die  Versicherung
hinzu,  dass  er  „serio”  die  Partei  Lothringens  gehalten  habe,  worüber  oben.
Merkwürdig  ist  übrigens  die  Aeusserung  Zawadzki’s,  womit  er  seine  Darstellung ­
  der  Wahl  scliliesst  (p.  67):  „Hie  finis  Electionis  Comitiorum  fuit:
confitso  tractandorum  negotiorum  ordine  parum  deeorus;  malis  artibus
et  ingeniorum  stratagematibus  dubius,  ac  paene  insperatus  :  inversa  Electionis ­
  melhodo  Reipublicae  ommosus,  alte  radicatis  periculosus  factionibus,
nisi  quod  malorum  melum  et  graviora  melu  ipsa  mala,  suprema  lege  fatolum
  Sarmatiei  fortuna  imperii  abolevit.”  Aehnlicli  sagt  er  in  der  Einleitung ­
  von  der  Abdankung  Joli.  Casimir’s  :  „Exhorruit  ad  insolitum  exemplumSarmatia,
  et  suam  primum  prostituta  Respublica  introspexit  fortunam:
  cum  per  abdicationem  non  libertati  ejus,  sed  funeri  servitioque
prospectum  esset.  Ncque  mollius  interpretari  tantum  facinus  Populus
voluit,  cum  vivida  Principis  senectus  non  modo  curas  non  respueret,  sed
etiam  voluptates  admitteret  etc.";  er  führt  dann  aus,  dass  Job.  Casimir
keine  genügende  Ursache  gehabt  habe  abzudanken,  dass  die  Magnaten  sich
Ausländern  als  Partei  hingegeben,  der  Adel  aber  mit  gewaffneter  Hand  die
ganzen  Machinationen  durchgehauen  habe.
90.  Zawadzki  p.  49.  ff.  beschreibt  sie.
9t.  Obgleich  man  hei  der  Wahl  wollte  Wahrzeichen  gesehen  haben,
die  eine  glückliche  Zukunft  des  Reiches  bedeuteten,  wie  die  polnischen
Geschichtschreiber  berichten,  nach  dem  Geiste  der  Zeit  und  des  Volks.
9^.  Eine  meisterhafte  Entwicklung  der  ränkevollen  Politik  Frankreichs
in  dieser  polnischen  Sache  gibt  Pufend.  1.  X.  c.  90:  sie  ist  gleich  ausgezeichnet ­
  durch  Einsicht  und  Scharfsinn  ,  wie  durch  genaue  Sachkenntniss
und  gewandte  Darstellung;  er  fasst  hier  in  einer  Art  Resume  zusammen,  was
er  in  allem  Vorhergehenden  an  verschiedenen  Stellen,  zum  Tlieil  detaillirter,
  angegeben  hat;  auch  dies  Resume  nimmt  aber  sechs  Folio-Seiten  ein;
mit  Recht  hebt  Stenzei  dasselbe  hervor,  Gesch.  des  Preuss.  Staat.  II.  398.  N. ?
so  wie  das  ganze  Werk  II.  10.  N.  Durch  unser  Tagebuch  erhält  diese  Darstellung ­
  bedeutende  Aufklärung  und  Unterstützung.  Im  Obigen  sind  hiernach ­
  die  Ilauplpuncte  hervorgehoben.
93.  Bald  nach  Mazarin’s  Tod,  auf  das  Betreiben  der  Königin  von  Polen: ­
  Mazarin  war  Neuburg  so  zugetlian  gewesen,  dass  er  ihm  eine  Versicherung ­
  auf  300,000  Thlr.  gegeben,  und  noch  auf  dem  Todbette  versprochen
hatte,  „Er  wolte  der  familiae  Austriacae  die  exelusion  in  Polen  so  grob  geben ­
  lassen  ,  damit  der  Hertzog  durch  seine  Freunde  am  keyserlichen  liofe
dergleichen  contra  familiam  Bourboniam  auch  zu  wege  bringen  könte:”
Tagebuch  f.  84.  b.  Doch  wird  daselbst  f.  15.  b.  eine  „notabilis  fourberia
Mazarini"  in  dieser  Sache  genannt,  aber  nicht  näher  bezeichnet.
94.  Der  Grosskanzler  von  Polen  bekannte  später  in  einem  Briefe:  „abdicationem ­
  Regis  non  habuisse  in  principio  alium  scopum,  quam  elevationem
  Principis  Condaei  ad  solium  regale  Poloniae':  Tagebuch  f.  51.  b.
            
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