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Casimir sei von der Nachricht tief ergriffen worden , ohne jedoch Freude
darüber zu äussern. Vielfach ging das Gerücht, Lubomirski sei vergiftet, so
dass Wagner Hist. Leopoldi T.I. p. 223 sogar unbestimmt sagt: ..seit veneno
seu sua morte ablato Lubomirio.” Vgl. Gualdo Priorato T. IIF. p. 162. ff.,
welcher es auch unentschieden lässt , ob Lubomirski auf die Pläne der Königinn
wirklich eingegangen sei. L. v. Orlieli a. a. O. II. 17. verwechselt
das Datum von Lubomirski’s Tod mit dem vom Tode der Küniginn.
26. Einmal erhielt er von ihr 1,900,000 Livres in Geld und .1,500,000 L.
in Edelsteinen und andern Pretiosen: Pufend. X. 90. p. 727.
27. So Kocliowski 1. VI. p. 267; vgl. Lengnich T. VII. p. 321. f. Bei
PufendorfX. 65. und 71. sind davon nur einige Andeutungen („cum ipse a
quibusdam nuntiis terreslribus palarti violatus fuisset, senatum sui defensionem
haut suscepisse"); auch Mizler p. 514. berichtet dass der Reichstag
den Plänen zur Wahl Conde’s mit Heftigkeit entgegentrat. Wahrscheinlich
bezieht sich auf denselben Auftritt, was Zaluski I. p. 161. von demselben
Unterkämmerer angibt: seine temulenta dicacitas habe den König tief verletzt:
„triste ejus Imperium, neu sine fine retjnandi malorum finern ac buni
publici principium fore in faciem jactavit; sub Divo Augusto nondum
hominibus verba sua periculosu erant, sed molesta;” auch andere harte
Reden und Gegenreden zwischen dem Könige und den Reichstagsdeputirten
werden dort berichtet.
28. Ueber die Bestrebungen des Kurfürsten in Polen und die sich daran
knüpfenden Thatsaclien ausführlich Pufend. X. 60 — 65; Anderes bei Kochowski
a. a. 0. und p. 273. f., Mizler p. 514, Zaluski a. a. 0. p. 153. f.
29. Zaluskil. p. 154. Ueber seine Trauer um den Tod und den trübseligen
Zustand Kochowski 1. VII. p. 275. f.; Gualdo Priorato T. III. p. 206. ff.
30. Morsztyn, s. oben. In Polen wollte man lange dem Gerüchte keinen
Glauben schenken, dass der König vorhabe abzudanken, weil es ganz unerhört
sei: Zaluski a. a. 0. Ueber Morstein’s Machinationen in Polen vgl.
Gualdo Priorato T. III. p. 208, 540.
31. Pufend. X. 66—68.
32. Ueber die Verhandlungen Brandenburgs mit Schweden, dem Kaiser
und Frankreich Pufend. X. 56, 59, 51—55. Die polnischen Geschichtschreiber
erwähnen dieselben kaum , das Tagebuch aber f. 77. b. berichtet, der
Neuburgische Abgesandte Lerode habe dem Verfasser wiederholt versichert,
der Kurfürst habe sich von Frankreich seine Souverainität in Preussen
„confirmiren lassen”, welchen Ausgang auch die Wahl in Polen nehmen
werde , was man dort mit besonderer Freude getlian; hievon finde ich bei
Pufendorf nichts.
33. Kochowski 1. VI. p. 284. ff., 298. f., 270; auch Zaluski I. p.7. If.und 161. f.
34. Vgl. Zaluskil. p. 26. und 161. f.
35. Zaluski I. p. 31. ff., und grösstentheils wörtlich übereinstimmend
Kochowski 1. VII. p. 305. ff.; Gualdo Priorato T. 111. p. 532. ff.
36. Der Vertrag bei Pufend. X. 69. Nach dem Tagebuche f. 84. a. war
das Gerücht verbreitet, der Pfalzgraf habe dem Könige von Frankreich die
Festungen Jülich und Düsseldorf verpfändet, was aber ungegründet war.