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habe sich dafür erklärt, wandte er sich an ihn brieflich, mit der
Bitte um Beförderung; allein der Primas stellte Alles in Abrede 40 ).
Ganz im Geheimen gesellte sich zu den Bewerbern auch die Königinn
Christina von Schweden, weichein fremdem Lande
eine Krone wieder zu erlangen wünschte, nachdem sie vierzehn
Jahre zuvor der angestammten entsagt hatte: auch sie hatte zwar
nicht grosse Aussicht auf Erfolg; ihre Bestrebung ist aber von
nicht geringem Einflüsse gewesen auf den Verlauf und Ausgang
der Wahl, wie unten erhellen wird. Eine grosse Partei aber war
im Lande für den Kurfürsten von Brandenburg, und selbst
der Primas war für ihn, nach Pufendorfs Versicherung, doch
unter der Bedingung, dass er katholisch werde; er lehnte jedoch,
so wie früher, entschieden ab, mit sehr ehrenwerther Erklärung,
und mit der Aeusserung, nicht einmal die Kaiserkrone werde er
unter dieser Bedingung annehmen 47 ). So blieben von allen Thronbewerbern
noch drei, welche grossen Anklang bei der polnischen
Nation fanden, und auch andere mächtige Unterstützungsmittel
besassen: es sind eben diejenigen, welche schon bisher eine so
bedeutende Stelle eingenommen haben. Unter diesen war der
Pfalzgraf Philipp Wilhelm von Neu bürg der Nation
lieb, weil er mit einer polnischen Königstochter, der Schwester
Wladislav’s und Johann Casimirs«} vermählt gewesen, mit königlichen
Eigenschaften hinreichend ausgestattet war; und er wurde
durch grosse auswärtige Mächte unterstützt, den Kaiser, Frankreich,
England, Schweden und den Kurfürsten von Brandenburg,
welche sich selbst durch Verträge dazu verbindlich gemacht hatten.
Allein es war Manches, was gegen ihn sprach: einmal sein vorgerücktes
Alter, beinahe so hoch wie das Johann Casimir’s, und
seine Kränklichkeit, wozu im Gegensätze stand, dass sein ältester
Sohn erst acht Jahre alt war; ferner dass er zehn lebendige Kinder
hatte, und jedes Jahr eins mehr bekam; dann seine und seiner
Familie grosse Hausmacht, und die bereitstehende Hülfe von
Schweden und Brandenburg, Mittel, die um so bedenklicher waren,
da die Polen ohnehin von deutschen Fürsten, wegen des Strebens
derselben nach unumschränkter Gewalt, Schmälerung ihrer Freiheit
befürchteten; vorzüglich aber der Hass des polnischen Volkes
gegen die Deutschen ; auch beleidigte sie das zu frühe Absclilicssen
von Bündnissen mit auswärtigen Fürsten, als habe die Nation Vor-