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Landes wegen seine frühem Pläne ganz aufgegeben, und
wolle im Falle der Thronerledigung keinen französischen Prinzen
von Geblüt, sondern nur Neuburg unterstützen. —
Bei dem Könige Johann Casimir stellte sich damals der Entschluss,
dem Throne zu entsagen, immer entschiedener fest. Die
Lage des Reiches war trostlos. An R,usslaud hatte man kurz vorher
(im Waffenstillstände von Andrussow, Januar 1667) vSmolensk und
andere wichtige Landstriche abtreten müssen. In der Ukraine entstand
eine gewaltige Empörung: SO,000 Tataren machten einen Einfall
in Podolien, und hausten so furchtbar, dass das Land ein Bild
wüster Zerstörung darbot; nur ein feindlicher Einbruch in ihre
Heimath bewog sie zu einem Frieden, der doch nicht lange dauern
konnte. Auch von der Pforte drohete Krieg. Und dazu kam die
tfrge Zerrüttung im Innern, wie sie im Vorstehenden erschienen
ist. DerZustand war so unheilvoll, dass einer der besten polnischen
Geschichtschreiber jener Zeit, Kochowski, der die Ereignisse ausführlich
darstellt, mit dem schmerzlichsten Gefühle und tiefer patriotischer
Entrüstung ihn in grellen Farben schildert, und zu
Aeusserungen geführt wird, wie diese: „so klagen wir oft mit.
Unrecht die Geschicke des Himmels an, indem wir uns über das
beschweren, w r as uns überkommt, während doch, wenn wir die
Sache näher betrachten, von uns selbst unser Unglück herrührt” S3 j.
Diese trostlose Beschaffenheit des Reiches wurde für Johann Casimir
eine völlig niederdrückende Last durch den Gegensatz seiner
Persönlichkeit, sein Alter, seine Kränklichkeit, den Verlust seiner
Gemahlinn, durch das Gefühl von seiner Schwäche und Unfähigkeit,
und die religiösen Scrupel, die ihn zu dem Glauben führten, er
müsse vor seinem Tode in Tiuhe die Angelegenheiten seines Seelenheils
ordnen: wenigstens gab er das Letztere nebst seinem körperlichen
Zustande immer als die Hauptgründe an " 4 ). Bald liess
er denn auch seinen Entschluss deutlich genug erkennen. Schon auf
dem Reichstage im Januar 1668 verbreitete sich das allgemeine
Gerücht von seinem bevorstehenden Rücktritte; und das erhielt
die grösste Nahrung dadurch, dass er mit vollen Händen Staatsgüter,
Würden, Schätze und Kleinodien an seine Günstlinge
hingab. Der Reichstag war sehr stürmisch: insbesondere forderte
man auch die Entfernung der fremden Gesandten, vor Allem des
französischen, den man der Anstiftung von mancherlei Verwirrung