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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 6. Band, (Jahrgang 1851)

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Königsberg,  Niedersachsen,  Frankreich  und  in  Wien,  wo  er  längere
Zeit  als  schwedischer  Resident  fungirte;  später  war  er  Kanzler
in  den  Herzogiliiimern  Bremen  und  Verden,  trat  indess  zuletzt  in
dänische  Dienste.  Erwaraber  auch  wissenschaftlichen  und  gelehrten
Studien  eifrig:  zugethan  und  hat  mehrere  schriftstellerische  Arbeiten
  herausgegeben,  besonders  auf  dem  archäologischen  und  historischen ­
  Gebiete;  man  hat  ihm  sogar  die  vielbesprochenen  Anecdotes
  de  Suede  zugeschrieben;  er  hinterliess  eine  ausgezeichnete
Bibliothek,  reich  besonders  an  Manuseripten  und  seltenen  Büchern,
welche  die  Regierungen  von  Dänemark  und  Schweden  für  grosse
Summen  ankauften.  Lässt  sich  von  einem  solchen  Manne  in  solcher
Stellung  schon  an  sich  annehmen,  dass  sein  Tagebuch  eine  bedeutende ­
  Quelle  für  die  Geschichte  seiner  Zeit  sein  werde,  so  möchte
das  vorliegende  wohl  die  Erwartungen  übertreffen.  Denn  es  ist
ausserordentlich  reich  an  wichtigen  historischen  Thatsaclien,  die
erheblichsten  Ereignisse  aller  europäischen  Staaten  während  jenes
Zeitraumes  werden  darin  erwähnt  und  durch  bedeutende  Einzelnbeiten
  erläutert,  insbesondere  aber  das  innere  Getriebe  derselben
und  die  geheimen  Verhandlungen  der  Cabinette  und  Höfe  eröffnet,
Vieles  über  die  einzelnen  Personen  mitgetheilt:  es  ist  daher  ein
bedeutender  Beitrag  zu  den  Quellen  über  jene  inhaltreiche  \md
welthistorisch  ausgezeichnete  Zeitepoche  der  neuern  Geschichte.
Die  Glaubwürdigkeit  desselben  ist  um  so  grösser,  als  es,  wie
sich  beweisen  lässt,  nicht  zur  Veröffentlichung  bestimmt  war.
sondern  der  Verfasser  die  Aufzeichnungen  nur  für  sich  selbst
machte;  es  ist  auch  mit  grosser  Sorgfalt,  Genauigkeit  und  Vollständigkeit ­
  geführt,  selbst  mit  Angabe  mancher  Kleinigkeiten.
Auch  für  den  vorliegenden  Gegenstand  liefert  dasselbe  reiche  Ausbeute, ­
  da  es  gerade  das  Inneredesselben,  die  geheimen  Bestrebungen, ­
  Machinationen  und  Motive,  die  Persönlichkeilen  und  besondere ­
  Verhältnisse  durch  viele  einzelne  Angaben  in  helleres
Licht  stellt,  vorzüglich  die  Ereignisse  seit  Job.  Casimir’s  Abdankung, ­
  um  welche  Zeit  die  Aufzeichnungen  beginnen:  es  bildet
also  gerade  hiedurch  die  wichtigste  Ergänzung  zu  den  übrigen
Quellen.  Aber  auch  noch  in  der  Beziehung  hat  es  Wichtigkeit,
dass  unverkennbar  der  Gesohichtschreiber  Pufendorf,  der  Bruder
des  Verfassers,  diese  Aufzeichnungen  benutzt  hat,  in  andern
Theilen  der  Geschichte  jener  Zeit  und  auefi  in  der  polnischen
            
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