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im Jahre 1138 geht und hier 1 ) sowie dort förmlich, was sonst
durchaus nie geschieht, mit einer Schlussrede endet. Was darauf
bis zum zweiten Kreuzzuge unter Konrad III. 1147, bis wohin die
übrigen alternHss. gehen, folgt, ist meiner Ansicht nach Fortsetzung
vielleicht noch desselben Verfassers. Dadurch erklärt sich auch
das Abschlüssen unsers Gedichtes mit Lothar II. in den obgenannten
beiden Hss. am einfachsten und es stimmt damit das Alter des Liebenberger
Bruchstückes, der Vorauer Hs. und jenes Fragmentes aus
Mainz, welches Massmann in das 12. Jahrhundert setzt und mit m.
bezeichnet 11 ) am besten zusammen. Wenn man den Entwicklungsgang
der deutschen Dichtkunst jener Zeit schärfer ins Auge fasst,
so erscheint es nicht unwahrscheinlich, dass die Heidelberger Hs.
aus der des Mainzer Bruchstückes, die Vorauer entweder aus der
Liebenberger oder beide vielleicht aus einer nicht viel ältern
Urschrift aus Kärnten oder Oesterreich entstanden seien. Um darüber
Entscheidendes sagen zu können, müsste man die ältesten Bruchstücke
aus den Originalien selbst oder aus verlässlichen Nachbildungen
diplomatisch genau untersuchen, vielleicht gibt uns Massmann
im dritten Bande hierzu die nöthigen xVufschlüsse und Behelfe.
Wie eng die innerösterreichische Dichtkunst des 12. Jahrh. mit
einander verbunden sei, habe ich bereits anderweitig ausführlich
1 ) A. a. Orte S. 526, 16 — 33 heisBt es:
fwer daz liet uernomen habe,
der fol ain pater nofter fingen,
dem alinamhtigen got ze minnen.
def chaifer Xjutheref feie,
er was wol def richef herre.
bi iem waf der fride gut.
diu erde wol ir Wucher troch.
er minnet alle gotteliche lere.
und behüt auch werltliche here.
er uuörcbte min trehtin.
fam tet deu faelige chonigin.
die armen Ge bewatet.
die notigen fie biriet.
die haidenfeaft fie bedwngen.
fvaz fi an dem riche geuunnen,
daz was gotes here.
no genade got ir baider feie.
2 ) Massmannn. Kaiserchronik 1, XXIII- 14.