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Wiener ‘) und zum Theil die Vorauer Genesis a ) mit ihrer Umarbeitung
in der Millstätter Hs. s ), das himmlische Jerusalem 4 ) mit dem
Anfänge dieses Gedichtes, der uns in der letztgenannten Hs. 5 ) leider
nur in etlichen Zeilen übrig blieb, das Loblied auf die heilige Jungfrau
Maria in der Vorauer Hs. “) mit dem verlornen Sohn in Karajan’s
deutschen Sprachdenkmalen 7 ) und endlich selbst das Loblied
auf den heiligen Geist s ) mit den durch mehrere Zeilen auffallend
zusammenstimmenden Versen in den zu Maria Saal in Kärnten gefundenen
Bruchstücken eines Gedichtes auf den heiligen Johannes ,J ),
so gewinnt das Auftauchen dieses Fragmentes für die Literaturgeschichte
eine doppelte Bedeutung. Sie gibt uns Zeugniss von dem
einstmaligen Vorhandensein, wenn nicht der ältesten so doch einer
der ältesten IIss. der Kaiserchronik in Kärnten, während eine
zweite gleichzeitige zu Vorau in Steiermark gefunden ward. Berücksichtigt
man ferner die Sorgfalt, mit welcher unser Bruchstück
geschrieben, die Richtigkeit in der Schreibweise, die da sowie in
der Lambreehter Hs. der Litanei für jene Zeiten als musterhaft und
massgebend gelten kann, dann dass sich in lateinischen Geschichts-*)
Iloffmann’s Fundgruben 2, 9. oder Massmann’s Ausgabe der deutschen Gedichte
des 12. Jahrh. 2, 235 ff.
') Vgl. meine Einleitung zu den deutschen Gedichten des 11. und 12. Jh. S. XL
und Seite 32 des Textes.
3 ) Vgl. Deutsche Sprachdenkmale des 12. Jh. herausg. von Theod. v. Karajan.
Wien, 184C. S. IX.
4 ) Deutsche Gedichte des 11. u. 12. Jh. S. 361 ff.
5 ) A. a. Orte. Einleitung Seite L.
°) A. a. Orte, S. XLVI und Seite 311. 312.
7 ) Vgl. Karajan’s Ausgabe deutscher Sprachdenkmale. Suite 17. 02, 7. G5, 20.
8 ) Deutsche Gedichte etc. S. 365, 16—19.
9 ) Vgl. Mone’s Anzeiger für Kunde deutscher Vorzeit. Jahrg. 1839. Spalte 53.
wo es heisst:
Durch sancti ioliannis minne
fo uant mit linem finne
unde mit des heiligen geil'tes gebe
diese (?) cluirzhliche rede
ein priefter hiez adelbreth.
mit den gleichartigen versen im Loblied auf den h. Geist:
Durecli des heiligen geil'tes minne.
fo uant [mit tiefeme sinne]
difiu churzlichen wart
ein prieft der [1. priefter] hiez arnolth.