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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 6. Band, (Jahrgang 1851)

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werden.  Es  ist  dies  am  so  mein 1  der  Fall,  als  manche  von  ihnen
nur  aus  einzelnen  von  Bücherdeckeln  abgelösten  Blättern  bestehen, ­
  die  oft  an  verschiedenen  von  einander  entfernten  Orten  liegen  und
nicht  selten  ganz  unbeachtet  bleiben,  oder  gar  in  Verlust  gerathen.
Andere  enthalten  wieder  kleinere  Stücke  oder  Auszüge  und  Beschreibungen ­
  bisher  wenig  oder  gar  nicht  bekannter  Denkmäler  und  Handschriften, ­
  welche  für  den  Forscher  und  Herausgeber  von  solchen,  die
damit  in  Verbindung  stehen,  einst  willkommen  sein  dürften.  Ich
verweise  nur  auf  die  Grazer  Hs.  der  Himmelfahrt  Mariens  von  Konrad
  von  Fussesbrunnen,  deren  Mittheilung  aus  meiner  Sammlung
Herrn  Bibliothekar  Pfeiffer  in  Stuttgart  für  seine  Ausgabe  dieses
Gedichtes  in  Haupt’s  Zeitschrift  8,  156  ff.  sehr  erwünscht  war,
dann  auf  die  Göttweiger  des  lateinisch-deutschen  und  die  mit
andern  vermischten  Denksprüche  des  echten  Freidank,  vrelche  Wilhelm ­
  Grimm  für  seine  jüngste  Abhandlung  über  den  letztem  (vgl.
Seite  22  und  30)  recht  wohl  verwenden  konnte.  Nur  dadurch,  dass  ich
zufällig  von  ihren  Arbeiten  in  ICenntniss  gesetzt  wurde,  war  es  möglich
deren  Benützung  für  die  Wissenschaft  so  schnell  herbeizuführen.
So  mögen  denn  auch  die  hier  bezeichueten  Hss.  und  Bruchstücke
ihren  rechten  Manu  suchen,,  der  sie  bearbeitet  oder  vielleicht  mit
andern  zu  einem  Ganzen  vereiut.

Nr.  I.
Bruchstücke  clcr  Kaiscrchronik.
A.  Aus  Liebenberg  in  Kärnten.
Dieses  wurde  vor  etlichen  Jahren  von  einem  Privatmanne  in
Liebenberg  oder  Limberg  unweit  St.  Veit  gefunden,  der  Klagenfurter ­
  Verein  für  Geschichte  und  Landeskunde  Kärntens  hat  es  an
sich  gebracht  und  mir  gefälligst  zur  wissenschaftlichen  Benützung
übergeben.  Es  besteht  aus  zwei  Pergamentblättern  in  kleinem  Quartformate, ­
  die  äussern  Seiten  besonders  jene  des  zweiten  Blattes  sind
sehr  verwischt,  so  dass  man  den  Inhalt  kaum  mehr  entziffern  kann.
Vom  ersten  Blatte  wurde  noch  überdies  der  Länge  nach  ein  Streif
weggeschnilten,  weshalb  die  am  Ende  der  Zeilen  befindlichen  Wörter
oder  Silben  fehlen.  Sie  sind,  wie  dasjenige  was  wenigstens  für  mich
unleserlich  war,  aus  dem  Vorauer  Texte  ergänzt  und  durch  Einschlusszeichen ­
  angezeigt.
            
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