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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 6. Band, (Jahrgang 1851)

Ali  Pascha  den  Franzosen  nicht  geneigt  war,  weil  ihm  nämlich
der  vorige  Grossprior  von  Guise,  als  er  zu  Malta  war,  ein  von  Alexandrien ­
  kommendes  Schiff  weggenommen.  Der  Band  schliesst  mit  der
Erzählung  des  letzten  Feldzuges  Suleiman’s  wider  Sziget,  des
dreizehnten,  den  er  in  eigener  Person  anführte,  des  achten  wider
Oesterreich  und  zu  dem  er  am  Mai  1566  von  Konstantinopel  aufbrach;
  der  Kapudan  Pascha  Piale  war  ein  Monat  früher  mit  sechs
und  sechzig  Galeeren  unter  Segel  gegangen,  um  die  genuesische
Colonie  zu  Chios  zu  zerstören  und  die  Küsten  Apuliens  zu  verheeren. ­
  Ueber  die  aus  den  Quellen  der  osmanischen  Geschichte
genommene  Zusammenkunft  des  französischen  Bothschafters  mit  dem
Sohne  Zapolya’s  zu  Sabacz  bei  der  Audienz  des  Sultans  bemerkt
die  Note  auf  dem  letzten  Blatte  dieser  Materialieusammlung  zur
Geschichte  der  französischen  Diplomatie  in  der  Levante:  L'auteur
de  VHistoire  de  Tempi'  e  ottoman,  M.  de  Hammer,  a  du  plus
tTun  renseignement  sur  nos  ambassades  aux  liistoriens  turcs,  la
plupart  ecrivains  contemporains,  et  quelques-uns  meine  membres
  du  divan.  Si  leurs  indications  ont  souvent  besoin  d'etre
contrölees,  elles  n  en  sont  pas  moins  precieuses  par  les  circonstances
  qiTelles  servent  ä  fixer.  Ce  st  ä  une  mention  de  ce
genre  que  nous  devons  de  pouvoir  constater  ici  la  prescnce  de
cel  ambassadeur,  que  M.  de  Hammer  nomme  Guillaume  de
VAube.  Diese  Angabe  (in  der  osmanischen  Geschichte  111.  Th.
S.  441)  wird  in  der  Note  durch  die  angeführten  Quellen,  nämlich
nicht  nur  durch  die  türkischen  Geschichtschreiber  Petschcwi,
Aali,  Ssolakfadc  und  Selaniki,  sondern  auch  durch  die
ungrischen  Samuel  Torday  bei  Katona  und  Istuanfi  beglaubigt. ­
  Die  französische  überhaupt  sehr  ungetreue  und  gewissenlose ­
  Uebersetzung  hat  es  aber  hier  wie  an  anderen  Orten  für  überflüssig ­
  gehalten,  die  Quellen  anzuführen,  von  welchen  also  Herr
Charriere,  der  sich  nur  an  die  französische  Uebersetzung  hält,
keine  henntniss  hat;  er  berichtigt,  dass  Gnillaumed’Aube,  sowie  der
von  den  obigen  Quellen  genannte  französische  Bothschafter  Grand
Hie  und  sein  Secretär  Grand  Champ  eine  und  dieselbe  Person
seien,  nämlich  Aubepine  Guillaume  Seigneur  de  Grandrie  de
Grandchamp.  Solche  neue  Beiträge  und  Berichtigungen  flössen
Geschichtsfreunden  lebhaftes  Verlangen  nach  der  Fortsetzung  dieses
schätzbaren  Werkes  ein.
            
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