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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 6. Band, (Jahrgang 1851)

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Diese  zwei,  abermals  durch  Zufall  gefundenen,  sehr  merkwürdigen ­
  Inschriften  könnten  ein  weites  Feld  zu  einer  Abhandlung
über  den  jüdischen  Krieg  des  Vespasianus  und  Titus,  über  den  Dacischen
  des  Trajanus,  über  die  ausgetheilten  Geschenke  bieten;
aber  der  Raum  gestattet  nicht  so  weitläufig  diesen  Gegenstand  zu
behandeln,  nur  darauf  will  ich  aufmerksam  machen,  dass  die
zweite  Inschrift  wahrscheinlich  bis  jetzt  die  einzige  ist,  die  einen
Aedil  von  Arba  aufweiset.
Arba  war  eine  Stadt  der  Insel  Scardona  an  der  Küste  Liburniens ­
  am  adriatischen  Meere.  Plinius.  III,  21.—  Eine  Inschrift  zu
Ehren  der  Cybele  gibt  Doni  p.  6.  Nr.  21,  als  zu  Arba  befindlich.

Numismatisches»
Beschreibung  der  Medaillen  und  Münzen  der  Fürsten  und  Grafen  von
Dietrichstein.
In  der  Geschichte  der  grossen  Monarchien  und  Staaten  bilden
einzelne  Familien  wichtige  Beiträge  zur  selben.  Zu  den  merkwürdigeren ­
  des  österreichischen  Kaiserstaates  gehört  die  Familie  der
Dietrichsteine.  Ihr  verlieh  einer  der  grössten  Fürsten  des  Kaiserhauses ­
  —  Maximilian  I.  —  durch  seine  rührende  Anhänglichkeit  an
Sigismund  von  Dietrichstein  eine  ungemeine  Berühmtheit.  Vom
J.  1483,  dem  Geburtsjahre  dieses  Sigismund*),  bis  auf  die  jüngste
Zeit  waren  Dietrichsteine  immer  unter  den  hervorragenden  Männern ­
  der  österreichischen  Geschichte.  Auch  Pongratz,  der  Vater
Sigismund’s,  war  ein  tapferer  Kämpfer  gegen  Mathias  Corvinus,  gegen ­
  die  Türken;  ferner  geben  die  Jahrbücher  der  Geschichte  noch
mehrere  Namen,  die  von  den  grossen  Geschicken  des  Kaiserhauses
abhängen.  Als  das  Kaiserhaus  Karl  V.  als  sein  Haupt  verehrte,
waren  auch  die  älteren  Familien  des  Staates  an  dessen  Glanz  betheiligt; ­
  Habsburg  konnte  damals  Spanien  und  Ungern  die  äussersten
Flügel  seiner  Macht  in  Europa  nennen.  Eine  spanische  Königinn
war  die  Mutter  Karl’s  V.  und  Ferdinand’s  I.

Denn  so  ist  Hübner,  Geneal.  Tab.  III.  752  nach  der  Medaille  und  selbst
nach  der  Wahrscheinlichkeit  zu  verbessern;  da  er  zu  jung  wäre,  und  sein
Sterbejahr  fällt  nach  der  berühmten  Inschrift  zu  Wiener  Neustadt  und  auf
dem  Cenotaphiuin  zu  Villach,—  Primisser-Reisenachrichten.  Archiv  1822  —
in’s  Jahr  1533;  folglich  auch  bei  Hübner  die  Zeit  1538  zu  verbessern.  Sigmund ­
  Dietrichstein  starb  demnach  im  50.  Jahre,  welches  Jahr  auch
mit  Hübner  übereinstimmt.
            
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