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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 6. Band, (Jahrgang 1851)

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wenig,  da  sie  Niemand  halten  wollte.  Nun  kauften  diese  österreichischen ­
  Gerichte  in  Graubünden  mit  Kaiser  Ferdinand's  III.
Genehmigung  vom  Erzherzog  Ferdinand  Karl  von  Tirol  ,  der  im
westphälischen  Frieden  das  Eisass  und  den  Sundgau  an  Frankreich
abtreten  musste,  sich  in  Form  eines  ewigen  Kaufes  ohne  einigen
Vorbehalt  los  und  zwar:  a)  die  Landschaft  Davos,  Churwaiden
und  die  Gerichte  im  Prätigau  am  15.  Juli  1649  um  75,000  Gulden ­
  haaren  Geldes  in  Tiroler  Währung;  b)  die  Gerichte  der  VI  Gemeinden ­
  ob-Möntfalon  um  14,000  Gulden,  und  die  IV  Gemeinden ­
  unter-Montfalon  in  Unterengadin  am  3.  Juli  1652  um
12,600  Gulden;  c)  dann  Ausser-  und  Inn  erbellfort,  Lenz,
St.  Peter,  Langwies  in  Schanfik  am  27.  Juli  1652  um
21,500  Gulden.  Dem  Hause  Oesterreich  verblieben  noch  in  Graubünden ­
  die  Herrschaften  Trasp  im  untern  Engadin  und  Räzüns.
Fortsetzung  der  archäologischen  Analekten  von
Herrn  Regierungsrath  Arneth.
Die  Münzen  mit  sapmie  bezeichnet.
Alle  mir  bis  jetzt  sowohl  durch  Zeichnung  als  durch  Selbstbesichtigung ­
  zugekommenen  Münzen,  welche  folgendermassen  aussehen,
  sind  falsch:
1.  Av.  2APMI2  BA2IAESS-  Ein  Kopf.
Rv.  Ein  Tempel,  innerhalb  desselben  ein  Altar,  worauf  Feuer
brennt,  auf  einer  Seite  eine  menschliche  Figur,  auf  der  andern
ein  Esel;  unten:  zwei  Messer.  Gold,  etwa  drei  Ducaten  im  Gewicht. ­

2.  Av.  Ein  Doppelkopf,  ungefähr  so  wie  Janus  vorgestellt
wirdiäK  uaß
Rv.  2APMI2  BA2IA.  Eine  Schildkröte,  worauf  ein  Schild  und
auf  diesem  eine  Lanze,  an  deren  beiden  Seiten  2-  Silber.
Ich  würde  diese  Münzen  ohne  Weiteres  zu  den  falschen  gerechnet ­
  und  sie  keiner  weiteren  Beachtung  für  würdig  gehalten
haben,  würden  sie  nicht  in  einer  für  Archäologie  und  Numismatik
so  höchst  lehrreichen  Zeitschrift,  im  Bullettino  delV  lstituto  di
Correspondenza  Archeologica*),  besprochen.
Per  l’anno  1848,  p.  50.
            
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