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Sampietro Ornano zur Befreiung Corsica's an der Pforte
gemachten Schritte, die Belagerung Malta’s durch die Osmanen,
die Annäherung der Türkei und Frankreichs unter der Grosswefirschaft
Mohammed S o k o 11 i’s, den Tod T h o rgud’s vor Malta
und den Suleim an’s vor Sziget. In diesen Berichten heisst die
Moldau, welche schon in einem früheren (S. 552) statt Bogdan,
Boldan genannt wird, bald Buldavie bald Boldavie aujourd'hui
dite Moldavie; solche nothwendige Erklärung fehlt aber bei Caremit,
d. i. Kara Amid oder Diarbekr, Babilone, d. i. Bagdad;
Es drum, d. i. Erserum und Miir ras, d. i. Merasch.
Die Aufzählung der Geschenke, welche der persische Bothschafter
als Beweise der durch das Blut Baijesid’s und seiner
Kinder verkitteten Freundschaft Persiens und der Türkei bringt,
verdienen erwähnt zu werden, weil sich nebst einem Koran
sechs Bücher darunter befinden, eine im Orient von der ältesten
Zeit bis auf die neueste übliche, löbliche Anerkennung des Werthes
poetischer oder wissenschaftlicher Werke, welche der vorvorletzte
Schall Persiens Fethalischah i. J. 1819 durch die Sendung
des auf der Ilofbihliothek befindlichen S che hin sc h a hname
bethätigt hat. Um den Verlust der vier hingerichteten
Enkel, Söhne Baijefid’s, durch die Aussicht auf Urenkel zu
ersetzen, vermählte Suleiman die drei Töchter seines Sohnes
Sei im an drei der mächtigsten Befehlshaber, an den Grosswelir
(Mohammed Pascha), an den Befehlshaber der Flotte (Piale
Pascha) und an den Aga der Janitscharen.
Die Unterhandlung des Obersten Sampietro zur Befreiung
Corsica’s ist eine bisher in der osmanischen Geschichte ganz
unbekannt gebliebene Neuigkeit, die Berichte Petremol’s geben
hierüber ausführliche Auskunft. Vincenz Justiniani, der schon
unter der Regierung Franz II. als genuesischer Resident an der
Pforte gestanden, kam um der Pforte die Nachricht der Schlacht von
Dreux zu bringen, der allmächtige Hof- und Staatsjude Micqucs
(d. i. Joseph Nasi) kreuzte die Unterhandlungen desselben ; neu
ist auch die T-hatsache, dass Micqucs schon von Suleiman
die von seinem Sohne Selim und seinem Enkel Murad bestätigte
Befugniss erhielt, am Ufer des Sees Tiberias eine Stadt zu
bauen, welche nur von Juden bewohnt, die Residenz eines künftigen
Königs der Juden, zu dein er sich selbst ausersah, sein sollte.