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mente von Säulenschäftcn, welche, wie schon erinnert, weder zu
diesem Zwecke gearbeitet noch auch entsprechend zusammengefiig't
worden sind, so dass grössere über kleinere Altäre gestellt
erscheinen, das Zweckwidrige undUnpassende des Baues recht bald
dem Kenner in die Augen springt und unwillkürlich an das Horazische
„Humano capiti cervicem pictor equinam” erinnert; und
wer kann sich wohl dabei des Lachens, wenn er an den schön ausgemalten
Marstempel Hohenhausens denkt, enthalten? Der prächtige
Gedanke, hier fernerhin ein römisches Heiligthum des Kriegsgottes
Mars zu begrüssen, musste nothwendig aus den angegebenen
Gründen aufgegehen werden und in Nebel verschwinden.
Soviel indessen aus der zufälligen Zusammenstellung der allerdings
alten kleinen Kirche abzunehmen ist, so kommt sie mit der
gothisch-byzantinisehen Bauweise am meisten überein und gehört
ohne Widerrede, wie die Thünne und Kirchen von Zeikfalva und
Oralya Boldogfalva (Ör - Allya - Boldogfalva), einem von den
frühesten Jahrhunderten an.
Wenn es nun einerseits für die noch immer treuen Anhänger
und Nachbeter Hohenhausens unangenehm erscheint, dass über
ihren Glauben, der sich so lange erhielt, der Stab gebrochen wird,
so ist es doch andererseits ebenso verdienstlich, einen verjährten Irrthum
aufzudecken, den falschen Ituhm einer Sache zu benehmen
und der Wahrheit die Ehre zu geben.
Verzcichniss 1 ) der Antiquitäten des Baron v. Brukentlialischen
Museums zu Hermannstadt.
A. Antiquitäten von Stein.
a. Reliefs.
1. Ein sehr schön gearbeiteter bärtiger Mannskopf mit einem
Lorbeerkranze geschmückt. lOVu W. Z. hoch; 7% W. Z. breit.
2. Das Bruststück eines Jünglings mit gelockten Haaren.
1 Scli. 3 Z. hoch ; 1 Sch. breit.
3. Eine Darstellung des Stieropfers des Milhras, abgetlieilt
in 3 Felder. Erklärt und abgebildet v. P. v. Koppen im 24. Bande
der Wiener Jahrb. der Literatur Jahrg. 1823, *p. 15 des Anzeige-!
) Dieses Verzeichniss rührt von dem Custos des Brukenthalischen Museums
(Prediger Neugebauer) her.