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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 6. Band, (Jahrgang 1851)

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mente  von  Säulenschäftcn,  welche,  wie  schon  erinnert,  weder  zu
diesem  Zwecke  gearbeitet  noch  auch  entsprechend  zusammengefiig't
  worden  sind,  so  dass  grössere  über  kleinere  Altäre  gestellt
erscheinen,  das  Zweckwidrige  undUnpassende  des  Baues  recht  bald
dem  Kenner  in  die  Augen  springt  und  unwillkürlich  an  das  Horazische ­
  „Humano  capiti  cervicem  pictor  equinam”  erinnert;  und
wer  kann  sich  wohl  dabei  des  Lachens,  wenn  er  an  den  schön  ausgemalten ­
  Marstempel  Hohenhausens  denkt,  enthalten?  Der  prächtige ­
  Gedanke,  hier  fernerhin  ein  römisches  Heiligthum  des  Kriegsgottes ­
  Mars  zu  begrüssen,  musste  nothwendig  aus  den  angegebenen ­
  Gründen  aufgegehen  werden  und  in  Nebel  verschwinden.
Soviel  indessen  aus  der  zufälligen  Zusammenstellung  der  allerdings
alten  kleinen  Kirche  abzunehmen  ist,  so  kommt  sie  mit  der
gothisch-byzantinisehen  Bauweise  am  meisten  überein  und  gehört
ohne  Widerrede,  wie  die  Thünne  und  Kirchen  von  Zeikfalva  und
Oralya  Boldogfalva  (Ör  -  Allya  -  Boldogfalva),  einem  von  den
frühesten  Jahrhunderten  an.
Wenn  es  nun  einerseits  für  die  noch  immer  treuen  Anhänger
und  Nachbeter  Hohenhausens  unangenehm  erscheint,  dass  über
ihren  Glauben,  der  sich  so  lange  erhielt,  der  Stab  gebrochen  wird,
so  ist  es  doch  andererseits  ebenso  verdienstlich,  einen  verjährten  Irrthum ­
  aufzudecken,  den  falschen  Ituhm  einer  Sache  zu  benehmen
und  der  Wahrheit  die  Ehre  zu  geben.
Verzcichniss 1 )  der  Antiquitäten  des  Baron  v.  Brukentlialischen
  Museums  zu  Hermannstadt.
A.  Antiquitäten  von  Stein.
a.  Reliefs.
1.  Ein  sehr  schön  gearbeiteter  bärtiger  Mannskopf  mit  einem
Lorbeerkranze  geschmückt.  lOVu  W.  Z.  hoch;  7%  W.  Z.  breit.
2.  Das  Bruststück  eines  Jünglings  mit  gelockten  Haaren.
1  Scli.  3  Z.  hoch  ;  1  Sch.  breit.
3.  Eine  Darstellung  des  Stieropfers  des  Milhras,  abgetlieilt
in  3  Felder.  Erklärt  und  abgebildet  v.  P.  v.  Koppen  im  24.  Bande
der  Wiener  Jahrb.  der  Literatur  Jahrg.  1823,  *p.  15  des  Anzeige-!

 )  Dieses  Verzeichniss  rührt  von  dem  Custos  des  Brukenthalischen  Museums
(Prediger  Neugebauer)  her.
            
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