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ten, über dessen Echtheit oder Unechtheit sich entweder durch
eigenes oder fremdes Urtheil die verlässlichste Gewissheit verschaffen,
und dann erst mit der Fackel der unparteiischen Gelehrsamkeit
den fraglichen Gegenstand beleuchten, dieser Meinung sein
werden. Alle Kennzeichen zwischen Echt und Unecht verurtheilen
die beiden Münzen zu der Classe der Verfälschungen und zwar
der nicht glücklichen Verfälschungen.
B emerkung
über den sogenannten röm. Marstempel zu Demsus im Hatzeger Thale in
Siebenbürgen, von M. J. Ackner, Pfarrer zu Ramersdorf.
(Aus seinem Reisetagebuch.)
Noch im Jahre 1832 besuchten wir den in Demsus von Hohenhausen
für einen römischen Marstempel ausgegebenen, derzeit in
ein walachisches Bethaus umgewandelten alten Bau. Durch die
Darstellung dieses Gegenstandes nicht wenig gespannt, hier von
der Römer ehrwürdigen Ueberresten etwas Ausgezeichnetes zu
sehen, wurde hei der autoptischen Anschauung der Sache seihst
die hohe Erwartung, wenn auch nicht ganz getäuscht, immerhin
seiner wunderlichen wenig römisch-architektonischen Geschmack
verrathenden Bauart wegen sehr herabgestimmt. Doch verblieb man
vor der Hand auf Treu und Glauben mit vielen andern Nachbetern
bei der einmal vorgefassten Meinung Hohenhausens, welche sich
bereits, sonderbar genug, 80 Jahre behauptet hat. Nach Verlauf
von 15 Jahren (d. 5. Juli 1847) ward von uns der Besuch des
Tempels von Demsus in Gesellschaft Sachverständiger mit durch
eigene Erfahrungen und wechselseitigen Austausch der Ansichten
geschärfterem Blicke erneuert. Der Reisepfad führte von Farkadiu
aus, der schönen durch zahlreiche römische Altertlnimer
ausgeschmückten Villa des Ladislaus von Noptsa, hin. Schon aus
der Entfernung ward das auf einer Anhöhe stehende graulichschwarze
alte Bauwerk mit schmalem, gleich einem Schornstein
emporragenden Thurme bemerkt. An der Schwelle des Kirchleins
angekommen, fanden wir daselbst Maurer, Zimmerleute, Handlanger
und eine Hauptreparatur in Antrag. Die Stirnmauer der
Vorhalle und die ganze südwestliche Seite, deren Festigkeit Hohenhausen
wie aus einem Gusse und von ewiger Dauerhaftigkeit gepriesen,
waren zum Theil von selbst eingestürzt, zum Theil Einsturz
drohend bis in den Grund abgetragen. Diese Mauern, welche