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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 6. Band, (Jahrgang 1851)

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als  Priamus  den  Achilles  um  die  Leiche  Hectors  bittet.  Alles  Umstände, ­
  die  einen  lehrreichen,  vielleicht  anderwärts  weiter  auszuführenden
  Beitrag  zur  Darstellung  der  Mythologie  dieser  Landschaften ­
  geben.  Obschon  die  künstlerische  Ausführung  dieses
Mosaikbodens  durchaus  unglücklich  zu  nennen  und  einer  spätem
Zeit  angehört,  so  ist  er  vielfach  ansprechend  durch  die  Angabe
der  Farben  und  die  sonst  auf  Inschriften  Transylvaniens  selten  vorkommende ­
  griechische  Sprache.  Tab.  XV.
Beschäftigt  uns  schon  auf  der  ersten  Mosaik  Veranlassung
und  Ende  des  Trojanischen  Krieges,  des  Stoffes  zum  grössten
Epos  der  Geschichte,  so  ist  auf  der  zweiten  T.  XVI.  T.  XVII.
XVIII.  Trajan’s  Eroberung  Daciens  wenn  nicht  selbst  vorgestellt,
denn  vom  ganzen  Mittelfelde  ist  nichts  erhalten,  doch  weiset
die  Göttin  des  Sieges,  so  ähnlich  der  auf  der  Trajanischen  Siegessäule ­
  zu  Rom,  auf  die  Unterwerfung  dieser  Gegenden  unter  römische ­
  Weltherrschaft;  die  künstlerische  Ausführung  überbietet
jene  bei  weitem.  Die  meines  Wissens  nicht  in  grösseren  Kreisen
veröffentlichten  Zeichnungen  verdanke  ich  der  Baronin  Josika,
und  halte  sie  sehr  der  Bekanntmachung  werth.
Zu  den  grössten  Seltenheiten  gehören  die  Räder  in  Bronze,
deren  Originale  in  der  Familie  des  Hrn.  Grafen  Niclas  Esterhazy
sich  befinden,  und  deren  Zeichnung  ich  dessen  Güte  verdanke.
Sie  wurden  in  einem  Walde  des  Dorfes  Arokallja,  Dobokaer  Comitats,
  am  Ausgange  des  letzten  Jahrhunderts  bei  Bistritz  gefunden. ­
  Ihre  technische  Ausführung  bietet  Lehrreiches  dar.  Solche
Räder  sind  so  selten,  dass  mir  nur  drei  ähnliche  bekannt  sind:
zwei  in  Toulouse,  eines  in  Paris  nach  Millin  1 ).  Solche  Räder  beweisen ­
  die  seltene  Höhe  der  technischen  Arbeiten  in  diesen  Ländern ­
  ,  die  kaum  Aehnliches  jetzt  auszuführen  im  Stande  wären.
Tab.  XIX.
So  echt  und  so  merkwürdig  die  angeführten  Räder  sind,  für
eben  so  falsch  halte  ich  die  Münzen  von  Sarmis  ,  die  ich  Ihnen
hier  vorzeige,  die  hie  und  da  für  echt  gelten,  selbst  von  sehr  genannten ­
  Atterthumsfreunden  für  solche  gehalten  werden,  obschon
ich  keinen  Augenblick  zweifle,  dass  eigentliche  Archäologen,
Männer,  die  mit  Gewissenhaftigkeit  zuerst  das  Monument  betrach-‘)

  Voyage  dans  le  Midi  de  la  France,  pl.  LXXIV.  4.  Tom,  IV,  p.  444-
            
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