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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 6. Band, (Jahrgang 1851)

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Dichter  nehmen  von  dem  Schnitzen  des  Pfeiles  Bilder  für  die
Magerkeit  der  Verliebten  her,  wie  z.  B.  in  den  folgenden  Versen,
welche  nach  dem  Zeugniss  Ihn  Chalikan’s  (des  Plutarchs  der  Araber) ­
  unter  die  gängund  gäbsten  gehören:
Deine  Liebe  hat  mich  dünn  geschnitzt,
Und  ich  sehe  desshalb  aus  gespitzt;
Bin,  weil  du  nicht  gnädig,  hingeschwunden
Wie  die  gestern  abgelaufnen  Stunden;
Unsichtbar  wenn  ich  dir  ferne  stehe
Bin  ich  sichtbar  nur  in  deiner  Nähe,
Sonnenstäubchen  ist  nur  sichtbar  ganz
Wenn  erleuchtet  von  der  Sonne  Glanz.

Derkais.  Rath  Bergmann,  seine  „Beiträge  zur  kritischen
Geschichte  Vorarlbergs  und  des  angränzenden  Graubünde  ns
in  älterer  Zeit”  fortsetzend,  las  diessmal:  Ueber  das  Erlöschen  des
reichen  und  gewaltigen  Geschlechtes  der  Freiherren  vonVatz,
(um  1335)  und  deren  Hinterlassenschaft,  wovon  ein  grosser  Theil
durch  Heirat  und  spätem  Kauf  an  die  mächtigen  Grafen  von  Toggenbur
  g  kam.  Nach  dem  Tode  Friedrichs  VI.,  des  letzten  dieses
Hauses,  der  am  30.  April  1436  zu  Feldkirch  starb,  traten  in  Churrhätien
  eilf  theils  getrennt-freie,  theils  im  Unterthanenverhältnisse
stehende  Gerichte  (aus  denen  nach  Verschmelzung  des  Matschischen
und  des  Chorherrengerichtes  zuSchiers  in  Eines  der  heutige  Zehengerichten-Bund ­
  entstand)  zu  Davos  zusammen  und  schlossen  am
8.  Juni  desselben  Jahres  unter  sich  und  für  sich  allein  einen  ewigen
Bund  zu  gegenseitigem  Schutz  und  Schirm  ihrer  bestehenden  Rechte,
umnicht  unter  verschiedene  Erben,  deren  sechs  waren,  vertheilt  und
vereinzelt  zu  werden;  jedoch  dass  rechtmässigen  Erben  die  Rechte
ihres  Eigenthums  verbleiben.  Nun  gab  K.  Sigmund  die  vom  Grafen
Friedrich  besessenen  Reichslehen  seinem  Kanzler  und  Liebling,
dem  Grafen  Kaspar  v.  Schlick,  am  24  August  1437;  später
aber  belehnte  nach  des  Grafen  Verzichtleistung  auf  diese  fern  gelegenen ­
  Herrschaften  und  Gerichte  K.  Albrecht  II.  ddo.  Ofen  am  29.  Juni
1439  damit  sämmtliche  Toggenburgische  Erben.  Die  vier  Gerichte
und  Reichslehen:  Klosters  im  Prätigau,  Davos,  Bellfort  und  die
Vogtei  zu  Chunvalden,  dann  die  beiden  bischöflich  Churischen
Lehen  und  Gerichte  Ausser-  und  Inner-Schanfik  gelangten  an  die
Grafen  von  Monlfort-Tettnang  und  vou  diesen  1470  um  5060
            
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