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und sei sehr erfreut über diese Erhebung. Was die erbetene Hilfe
betreffe, so würde der König, wenn seine Lande nahe genug lägen,
bei Zeiten zu erscheinen oder Hilfe zu senden, weder Kosten
sparen noch seine eigene Person wenn es Noth thäte. — Doch in
Anbetracht der grossen Entfernung noch mehr aber in Berücksichtigung,
dass gegenwärtig im Sclioosse der Christenheit sich so
manche Fürsten selbst bekriegen, die doch durch Vermittlung
und Zureden ausgesöhnt werden könnten, besonders aber da eben
jetzt die grösste Tyrannei ausgeübt werde gegen den Statthalter
Christi, welchen zu unterstützen und zu schützen die erste Pflicht
sei, werde Seine königliche Hoheit mithin alle seine
Macht und Kraft zunächst auf diese Angelegenheit
wenden müssen! — Zuletzt dankte er Für die guten Gesinnungen
des Königs vonUngcrn und erwiederte dieselben auch von seiner Seite.
Der Gesandte hatte einen Bruder bei sich, Stanislaus von
Lasko, welchen der König auf Bitte des ersteren zum Ritter
machte. — Gleich darauf verliessen beide den Hof. —
Diess der Inhalt der aus dem British Museum erhaltenen
Actenstücke. —
Man ersieht daraus, dass König Heinrich VIII. von England
zwar kein offener Gegner des Hauses Habsburg damals gewesen,
dass er jedoch sein Benehmen so zweideutig einrichtete, dass
die Feinde desselben ihn zu den Ihren zählten. — Im folgenden
Jahre 1528 erst schloss er sich offen an. — Heinrich der VIII.
wollte nicht, dass das Haus Habsburg stark und mächtig werde,
wollte aber auch kein anderes empor kommen lassen, er w ar ja
der vollkommenste Egoist. — Im Jahre 1527 wollte er noch als
Stütze des Papstes gelten, er hoffte ja zuversichtlich von ihm
Willfährigkeit — in der Ehescheidungssache. — Er wollte den
Kaiser in Schach halten und desshalb sein halb feindliches Benehmen
auch in der ungrischen Angelegenheit, —
Hätten wir mehr Actenstücke, könnten wir noch klarer sehen 5
doch selbst diese wenigen genügen, um einen Blick zu gewähren
in die Politik der damaligen Zeit. —
Vielleicht werden wir späterhin des englischen Gesandten
Wallop’s Behauptung hinsichtlich der deutschen Reichsfürsten
und ihrer wenig freundlichen Gesinnungen für das Haus Habsburg
einer ähnlichen Beleuchtung unterziehen. —