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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 6. Band, (Jahrgang 1851)

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„manca’s  Kommen?)  vorgegeben  war,  um  desto  sicherer  durchs
„Land  zu  kommen,  denn  ich  versichere  Euer  Gnaden,  der  grösste
„Theil  von  Deutschland  liebt  des  Königs  Hoheit  (Heinrich  VIII.)
„mehr  als  den  Kaiser  oder  seinen  Bruder,  wie  ich  wohl  behaupten
„kann;  denn  je  weiter  ich  ins  Land  kam,  desto  besser  wurde  ich
„aufgenommeu;  besonders  aber  in  Bayern,  das  von  drei  Brüdern,
„zwei  Herzogen  und  einem  Bischof  beherrscht  wird.  Der  älteste
„ist  Herzog  Wilhelm,  der  zweite  Herzog  Ludwig,  der  dritte  der
„Bischof  (Ernst)  von  Passau.  Ich  versichere  Euei-  Gnaden,  in
„allen  guten  Städten  die  ich  dort  durchzog,  gab  ich  nicht  einen
„Pfennig  aus,  weder  für  Mann  noch  Ross  und  erhielt  von  Zeit  zu
„Zeit  Geschenke  in  meine  Wohnung.  Ich  sprach  mit  keinem  von
„ihnen,  denn  sie  lagen  ausserhalb  des  Weges,  den  icli  zog,  aber
„seitdem  ich  hier  bin,  haben  sie  einen  Edelmann  zu  mir  geschickt
„und  wollen,  dass  ich  des  Königs  Hoheit  und  Euer  Gnaden
„schreibe,  sie  seien  seine  gehorsamen  Diener,  und  Ludwig  der
„zweite  Bruder  wünsche  nach  England  zu  kommen,  um  Seine
„königliche  Gnaden  zu  sehen  und  Ihr  seine  Dienste  anzubieten;
„er  wolle  zwei  Edelleute  voraus  senden,  um  des  Königs  Willens-Meinung
  zu  vernehmen,  und  wünsche  meinen  Rath,  was  das
„Beste  wäre,  sie  abzusenden  oder  nicht.  Ich  antwortete,  ich
„wolle  zuerst  des  Königs  Willen  einholen,  und  ihm  die  erhaltene
„Antwort  mittheilen,  und  eröffnen  was  zu  thun  das  Beste  sei.  Ich
„dachte  mir  nämlich,  würde  dieser  Fürst  den  Bothschafter  zu
„Seiner  königlichen  Hoheit  abschicken,  und  dieselbe  ihn  nicht
„annehmen  wollen,  so  würde  es  dieselbe  in  Verlegenheit  bringen,
„Nein  zu  sagen;  ein  weiterer  Grund  ist,  sollte  eine  Gesandt-„schaft
  kommen,  so  würde  dieselbe  Anspruch  machen  auf  einen
„grossen  Lohn  und  darum  erachte  ich  es  fürs  Beste,  Euer  Gna-„dens
  Ansicht  zu  ei’forschen,  ob  die  königliche  Hoheit  sie  (die
„Bothschaft)  haben  wolle  oder  nicht.  Im  letztem  Falle  bitte
„ich  Euer  Gnaden,  des  Königs  Hoheit  möge  durch  meinen  Diener
„ein  Dank  sagungsschreiben  schicken  für  seinen  (des  Herzogs)
„guten  Willen  und  im  Allgemeinen  auch  die  dankbare  Anerkennung ­
  für  die  mir  um  Seinetwillen  erwiesene  Ehre.  Der  nämliche
„Herzog  Ludwig  erbot  sich  gegen  mich  („sent  me  ivord”)  Seiner
„königlichen  Gnaden  mit  10.000  Deutschen  zu  dienen,  wann  Sic
„es  immer  befehlen  würde;  er  sagte,  der  König  von  Frank-
            
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