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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 6. Band, (Jahrgang 1851)

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der  älteren  Söhne  Suleiman’s  nährte,  um  so  dem  jüngsten  derselben, ­
  ihrem  eigenen,  die  Nachfolge  zu  verschaffen.
In  dem  Berichte  des  Bothschaftcrs  Hrn.  v.  Selve  an  Heinrich ­
  II.  im  November  1553  über  den  ältesten  Prinzen  Mustafa
wird  gesagt,  dass  das  Heer  denselben  liebte  und  den  YVefir
Rostan  (Rüstern)  den  Eidam  Roxelanens  hasste.  Martines,
ein  französischer  Sendling,  berichtet  über  die  Gesandtschaft  Busbecq’s,
  welcher,  nachdem  Malvezzi  zu  Komorn  gestorben,  denselben ­
  zu  Konstantinopel  ersetzte.  II  einrich  II.  betitelte  in  seinen ­
  Schreiben  den  Sultan  Suleiman  als  Tres  hault,  tres  exellent,
  tres  puissant,  tres  magnanime  et  invincible  prince,  le
grand  empereur  des  Montssurmans,  sidtam  Solim,an,  sarch,
en  qui  tout  honneur  et  vertu  abonde,  nostre  tres  eher  et  parfaict
  amy.  Das  Montssurmans  statt  Musulman  en  ist  um  nichts
schlechter  als  das  deutsche  Muselmänner,  wenn  der  Deutsche
aber  das  Wort  Schah  in  Schach  verstümmelt,  so  ist  das  erste
im  zweiten  doch  immer  erkenntlicher  als  im  Französichen  sarch.
Die  dritte  Abtheilung  der  Regierung  Heinrich’s  II.,  von  1556
bis  1559,  enthält  die  Bothschaft  des  Hrn.  de  !a  Vigne,  welcher
von  der  Pforte  erhalten  sollte,  dass  sie  an  dem  Feldzuge  des
dem  Papste  Paul  IV.  zu  Hilfe  geschickten  Duc  de  Guise
Theil  nehme,  die  Pforte  aber  war  durch  den  Waffenstillstand
von  Vaucelles  misstrauisch  gemacht.  Siebenbürgen  erklärte  sich
für  die  Königin  Isabella,  welche  Suleiman  in  Schutz  nimmt  und
nach  einer  in  Siebenbürgen  erlittenen  Niederlage  Oesterreich  mit
Krieg  überzog.  Der  Botschafter  de  la  Vigne  ging  nach  Frankreich, ­
  um  den  König  zur  Brechung  des  Waffenstillstandes  von
Vaucelles  zu  bewegen,  ward  aber  nach  der  Schlacht  von  Saint
Quentin  nach  Konstantinopel  zurückgesendet,  um  in  der  damaligen ­
  kritischen  Lage  Frankreichs  den  Beistand  der  Pforte  zu
erwirken.  Hierauf  den  Bürgerkrieg  in  der  Türkei  durch  den
Aufruhr  des  Prinzen  Baijesid,  die  Thronentsagung  Carl’s  V.,  die
Kaiserkrönung  Ferdiuand’s  I.,  der  Friede  von  Cateau-Cambresis
zwischen  Frankreich  und  Spanien,  der  Tod  Carl’s  V.,  der  Königin
Maria  von  England  und  Heinrich’s  H.  Der  vormalige  französische
Botschafter,  von  seinem  Nachfolger  de  la  Vigne  auf  das  heftigste
verfolgt,  ward  seinem  Hofe  abtrünnig,  .weil  der  König  missbilligte, ­
  dass  er  sich  mit  einer  Erbin  zweier  Inseln  des  Archipels
            
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