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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 6. Band, (Jahrgang 1851)

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„convertit,  Eumque  non  solum  ex  Hungaria  deturbat,  scd  totam
„fere  Austriam,  Stiriam,  Carintiam,  Carniolam  brevi  (tempore)
„sui  juris  facit  et  Regni  sedem  Wienne  locat”.  —  Nach  dessen
Tode  theilten  sich  die  Parteien,  König  Albert  von  Polen,  sein
Bruder  König-  Wladislaus  von  Böhmen,  Johann  Corvin,  König
Matthias  natürlicher  Sohn,  und  Maximilian,  K.  Friedrichs  Sohn,
sind  die  Prätendenten;  Maximilian,  anfänglich  glücklich,  wird
durch  König  Wladislaus  Partei  verdrängt,  da  er  jedoch  mehrere ­
  Plätze  behauptete,  wird  von  Gesandten  unterhandelt  und  zu
dem  früheren  Vertrage  (von  1463)  eine  Clausei  im  Artikel  von
der  Nachfolge  im  Reiche  zugesetzt  „ut  filii  ac  Nepotes  et  here-^des
  Friderici,  qui  adhuc  erat  superstes,  et  Maximiliani  Wladis-„lao
  Regi  sine  herede  masculo  decedenti  succederent.”  —  In
einem  weiteren  Artikel  wird  bestimmt,  dass  die  Puncte  von  der
Nachfolge  im  Reiche  durch  die  Reichsstände  bestätigt  werden
sollen  „primum  in  dieta  particulari,  deinde  in  dieta  generali  ad
id  specialiter  indicta”.  —  Dieser  Vertrag  wird  dem  König  Wladislaus ­
  vorgelegt,  er  stimmt  allem  bei,  mit  ihm  die  wenigen
Landherren,  die  eben  bei  ihm  sind.  —  Es  wird  ein  Landtag  berufen, ­
  auf  dem  die  Magnaten  wie  die  Edlen  alle  erscheinen.  Die
zu  Pressburg  abgeschlossene  Uebereinkunft  wird  ihnen  vorgelegt,
ihre  Bestätigung  verlangt.  „Omnes  (heisst  es)  quotquot  diete  in-„terfuerunt,
  non  solum  reclamant  constantissime  liuiusmodi  or-„dinacionibus,
  sed  oritur  maxima  sedicio,  deposcuntur  Oratores
„ad  penam  qui  libcrtatem  Regni  hoc  modo  prodiderint  Friderico
„et  Maximiliano;  illi  negant  se  quicquid  tale  ordinasse”.  —  Also
diese  einseitige  Darstellung.  —  Davon  keine  Erwähnung,  dass
es  am  Ende  doch  dem  kräftigen  Thomas,  nachmaligen  Erzbischof ­
  von  Gran,  gelang,  den  Sturm  zu  beschwören,  und  durch
eine  feurige  Rede  den  vor  Kurzem  so  heftigen  Adel  gänzlich
umzustimmen.  —  Dass  der  Vertrag  vom  Landtage  feierlich  bestätigt ­
  wurde,  das  verschweigt  der  verschmitzte  Parteigänger;
natürlich,  die  Urkunden  wurden  ja  nicht  producirt,  selbst  nicht
auf  dem  wichtigen  Congresse  zu  Olmütz,  man  wusste  ja  selbst
nichts  davon;  da  sehen  wir  also  die  traurigen  Folgen  jener  unseligen ­
  Fahrlässigkeit.
Es  folgt  nun  in  dem  angeführten  Memoriale  eine  weitere
ebenso  einseitige  Darstellung  des  Verfahrens  Maximilians  und  spä-17
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