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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 6. Band, (Jahrgang 1851)

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die  Stimmung  Italiens  in  der  Erwartung  französischer  Hilfe;  die
der  vereinten  französisch  -  türkischen  Flotte  zu  gebende  Richtung; ­
  die  Schwierigkeiten,  auf  welche  ihre  Absendung  zu  Konstantinopel ­
  stösst  und  endlich  den  Abschluss  des  siebenbürgischen
Waffenstillstandes  ;  ausser  dem  letzten  und  ausser  der  Vereinigung ­
  der  türkischen  und  französischen  Flotle  gehören  alle  diese
Gegenstände  der  rein  europäischen  Politik  an,  über  welche  der
Bothschaftcr  zu  Venedig,  wenn  nicht  immer  sichere,  doch  immer
frühere  Nachrichten  haben  musste  als  der  Bothschafter  zu  Konstantinopel. ­

Indem  wir  hier,  um  den  Bericht  nicht  unnöthig  zu  verlängern, ­
  alles  rein  Französische  bei  Seite  lassen,  halten  wir
uns  nur  an  die  Verhältnisse  der  Türkei,  welche  auch  der  Hauptgegenstand ­
  der  venetianischen  und  konstantinopolitanischen  Bothschaftsberichte.
  Heinrich  der  II.  trägt  seinen  Bothschaftcrn,  den
Ilrn.  v.  Aramont  und  de  la  Garde,  zwar  auf,  dass  sie  dem  türkischen ­
  Admiral  Thorgud  den  Antrag  machen  sollen,  mit  der
türkischen  Flotte  in  Toulon  zu  überwintern,  dass  er  es  aber
nicht  gern  sähe:  je  voas  advertiray  s’il  sera  requis  que  vous
faciez  instance  envers  ledit  Dragnt  pour  hyverner  par  depä,
de  quoy  je  me  vouldrois  bien  passer  s'il  n’estoit  grcivde  necessite.
  Die  in  der  osmanischen  Geschichte  mehr  als  einmal  gemachte ­
  Bemerkung,  dass  die  fast  immer  feindlichen  Verhältnisse
der  Pforte  gegen  Oesterreich  sich  nur  dann  freundlich  gestalteten, ­
  wann  das  osmanische  Reich  von  inneren  Unruhen  oder  durch
äussere  Feinde  bedroht  ward,  erhält  auch  hier  die  vollste  Bestätigung ­
  durch  die  mitgetheilten  Schreiben  des  Sultans,  des
Kaisers  an  seinen  Bruder  Ferdinand  und  des  Königs  von  Frankreich ­
  an  seine  Bothschafter  zu  Konstantinopel.
Als  die  Ruhe  des  osmanischen  Reichs  durch  die  von  Roxelanen,
  zu  Gunsten  ihrer  beiden  Söhne,  ausgebeutete  Unzufriedenheit ­
  der  älteren  Söhne  Suleiman’s  gefährdet  ward,  stimmte  die
Pforte  auch  milderen  Ton  gegen  Oesterreich  an.  Die  Botlischaftsberichte
  enthalten  zwar  eben  nichts  Neues  über  den  von
Suleiman  über  seinen  Sohn  Mustafa  verhängten  Vatermord,  bestätigen ­
  aber  Alles  was  in  der  osmanischen  Geschichte  über
den  Haupthebel  dieses  Blutgräuels  gesagt  wird,  nämlich  über
Roxclanen’s  Ränke,  welche  die  Unzufriedenheit  und  den  Aufrulir

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