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Ain 4. September 1552 berichtete der französische Bollisehafter
Hr. v. Selve aus Venedig an Heinrich II. über den Einzug
Kaiser Carl’s V. zu Augsburg:
Sire, Temper eur esloit entre ä cheval en An [juxte, avec Ic
petit harquebuz ä l’arcon de la seile, monstrunt bon visaige ä
tout le munde, et s'estoil laisse toucher la main aulx officiers
de la ville et ä ceulx-lä mesme qui avoient este pour le duc
Maurice contre luy, faisant ä tous bonne chaire.
Merkwürdig ist das einige Zeilen weiter über Moriz von
Sachsen abgegebene Urtheil, auf dessen Leichtsinn der französische
Bothschafter rechnete:
Le duc Maurice, ce dit-on, s'en est alle en sa maison, et
diseiit les Allemantz qui sont icy qu'il seroit plus tost komme
pour s’aller rejoindre ä l’armee de la ligue, s’il y pensoist estre
rcceu, que d'aller en Hungrye, comme, il a promictz et cappitule
avec Temper eur; et veu la legierete dont il est plain, il
est croyable et ä esperer qu’il se lassera bien tost du dernier
marche qu il a faict avec Tempereur, veu qu’il n y peult avoir
fiance ne seurete entre eulx.
Der sechste Sendling, welcher während der Bothschaft d’Arramont’s
mit politischen Aufträgen nach Konstantinopel kam,
war Jean Chesneau, dessen lteiseheschreihung schon oben erwähnt
worden ist; der siebente der Bn. de la Garde, Ueberbringer
eines aus Rheims vom 23. November 1552 datirten
Schreibens lleinrich’s II. an Suleiman, welches ein förmliches
Begehren der türkischen Flotte enthält, um mit derselben im
Frühling auf verschiedenen Puncten Italiens An»'ri!Te zu machen
und mit dem Anträge, dass sie indessen zu Toulon überwintern
solle; der König dankt darin dem Sullan für den guten Empfang,
den Hr. v. la Garde, der Generalcapitain der französischen
Galeeren und der Seetruppen, bei Sinanpascha, dem Beglerbeg
des Meeres, und den andern Befehlshabern des osmanischen
Heeres gefunden habe. Im Jahre 1553 berühren die venetianischen
Bothschaftsberichte die Niederlage des kaiserlichen Heeres
vor Metz, den Feldzug des Vice-Königs von Neapel wider Siena,
die französischen Unterhandlungen, um den Angriff wider Neapel
wieder aufzunehmen, die vom Könige Ferdinand an der Pforte
wegen eines Waffenstillstandes in Siebenbürgen gemachten Schritte;