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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 6. Band, (Jahrgang 1851)

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rein  arabisch.  Das  Stossgcbet  Ibrahim  Edhem’s,  sechs  arabische ­
  Distichen;  die  eilfte  Kafsidet  zum  Lobe  des  Propheten  von
Hasan  dem  Lobredner  desselben,  neun  Distichen  mit  der  türkischen ­
  Uebersetzung  zwischen  den  Zeilen.
Das  vierte  im  obigen  Jahre  durch  Steindruck  vervielfältigte
poetische  Werk  ist  das  Bülbülname  Berri’s 1 ),  ein  und  siebzig
Seiten,  Octav,  in  feiner  JVeschiscbrift,  welchem  auf  drei  Blättern
ein  halbes  Dutzend  Takri  dhät,  d.  i.  Lobdurchgerbungen  angesehener ­
  Männer,  vorgedruckt  sind;  der  noch  lebende  Verfasser
kündet  sich  im  Vorwoi’te  als  einen  Eingebornen  der  Stadt  Magnesia ­
  an,  und  gibt  zum  Lobe  derselben  ein  Gafel  von  acht
Distichen,  deren  jedes  mit  dem  Worte  Magnesia  endet,  das
Werk,  halb  in  Prose  halb  inVersen  geschrieben,  ist  ein  mystisches,
zu  dem  die  Vogelgespräche  des  grossen  persischen  Dichters  Ferideddin
  Athar  die  Idee  hergegeben,  welches  aber  bei  alledem
doch  auf  einige  Originalität  Anspruch  machen  kann,  und  daher  mit
ein  Paar  Worten  besprochen  zu  werden  verdient.  Die  Erzählung
beginnt  mit  einem  Gafel  zum  Lobe  der  Nachtigall  und  gibt  dann
als  den  arabischen  Sinn  ihres  Gesanges,  in  welchem  der  Grieche
Tio  Tio  Tio  Tinx  und  der  Perser  Gül  Gül  und  Bül  Biil
hört,  die  Worte  Allahum  la  thair  illa  thairek  we  la
chair  illa  chairek  we  la  Ilali  gairek,  nach  Sinn  und
Wortschall  im  Deutschen  beiläufig  so:  0  Herr  Gott  mein!  kein
Vogel  auf  dem  Kogel,  der  nicht  Dein!  kein  Segen  auf  den  Wegen,
der  nicht  Dein!  der  Herr  und  Gott  bist  du  allein!  —  Von  der
Kose,  die  in  der  persischen  und  türkischen  Poesie  doch  sonst
überall  neben  der  Nachtigall  erscheint,  ist  hier  gar  keine  Rede,  die
Handlung  spielt  zur  Zeit  Salomon’s,  welchem,  wie  bekannt,  die
Vögel  wie  die  Dschinnen  gehorchten,  und  der  die  Sprache  der
einen  wie  der  anderen  verstand;  die  Nachtigall  stellt  hier  durchaus
den  reinen  Ssofi  oder  Mystiker  vor,  sie  wird  von  ihren  vielschwätzenden ­
  und  tratschenden  Gegnern,  dem  Raben,  der  Krähe
und  der  Elster  bei  Salomon  verleumdet,  der  sie  an  seinen  Hof
beruft;  hier  lässt  der  Hofdolmetsch  Salomons,  der  Papagey,  der
aber  ein  reiner  Prosaiker,  weder  Poesie  noch  Mystik  begreifen

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