Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 6. Band, (Jahrgang 1851)

16

ihrer  wahren  Gestalt  dem  Verfasser  seihst  unbekannt  waren;  so
z.  B.  wird  S.  192  Posso  vie  als  Passau,  Bressenon  als  Brixen
eingeklammert,  warum  aber  nicht  Auguste  als  Augsburg  und  Argentine
  als  Strassburg?  S.1S4  gibt  über  die  Foucres  die  Note
die  Auskunft,  dass  dies  die  Fugger  von  Augsburg  seien,  aber  nothwendiger
  wäre  es  gewesen,  in  einer  Note,  S.  88,  zu  bemerken,  dass
die:  province  dite  31  a  s  s  y  e,  distant  de  Constantinople  seullcment
vingt  journees  das  Sandschack  Amasia,  Agria  Erla,  Strigonia
Gran,  Carahemid  oder  Care  mit  Kara  Amid,  d.  i.  Diarbeker,
H  o  1  a  c  statt  Ulak  der  Courier  sei.
Oft  kömmt  ein  und  derselbe  Name  in  einem  und  demselben
Berichte  auf  verschiedene  Weise  geschrieben  vor,  woran  vielfältig
irrige  Lesung  schlechter  Schrift  Schuld  sein  mag,  so  heisst  z.  B.
der  berühmte  türkische  Admiral,  Belagerer  3Ialta’s,  Thorgliud  in
einem  und  demselben  Berichte  desH.v.  31orvillier  v.  15.  April  1549
aus  Venedig  Gorgut,  Gergut,  Dragut,  Drogut,  nur  nicht
Thorgliud.  Wenn  damals  wirklich  Soliman  statt  Suleiman,  31ostafa
  statt  3Iustafa,  Röstern  statt  Rüstern  gesprochen  ward,  so
beweiset  dies  nur,  dass  die  richtigere  arabische  Aussprache  des
Dhamm  ohne  Waw  als  o  erst  später  in  die  unrichtigere  als  u  verderbt ­
  worden  ist.
Neu  sind  die  Auskünfte  über  den  Brescianer  Nicolas  Secco,
der,  wiewohl  wegen  eines  3fordes  aus  den  Staaten  Ferdinand’s  I.
verbannt,  zu  einer  Sendung  nach  Konstantinopel  von  demselben  verwendet ­
  werden  sollte,
Herr  v.  Aramont  begleitete  den  Sultan  auf  seinem  persischen
Feldzuge  und  brachte  mit  ihm  den  Winter  von  1548  bis  1549  in
Ilaleb  zu;  in  seinem  Gefolge  war  Pierre  Gill  e  der  berühmte  Topograph ­
  von  Constantinopolis  und  des  Bospores,  und  zu  Jerusalem
begegnete  der  Bothschafter  dem  als  Schriftsteller  über  die  Türkei  hekanntenGuillaume
  Po  stel,  welche  Beide  Handschriften  suchten
und  Beide  mit  dem  Bothschafter  vom  28.  Jänner  1550  zu  Konstantinopel ­
  ankamen;  zwei  Jahre  hernach  schiffte  sich  Pierre  Gilles
auf  einem  ragusäischen  Bi'igg  ein,  welches  in  der  Nähe  von  Corfü
durch  einen  Corsaren  weggenommen  ward  (S.  228).  Die  Berichte
dieses  Jahres  (1552)  beschäftigen  sich  mit  der  Ermordung  des
Cardinais  3Iartinuzzi,  mit  den  Irrungen  zwischen  den  deutschen
Fürsten  und  dem  Kaiser  und  mit  der  Rüstung  der  türkischen  Flotte
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.