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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 6. Band, (Jahrgang 1851)

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viereckigen  Oeffnung  versehene  Kopf  zmn  Durchstechen  der  l'A"
dicken  eisernen  Stange;  die  rechte,  nicht  aufgefundene  Hand,
übriger  Körper  und  die  Füsse.  Der  bronzene  Hohlguss  ist  circa
Vs",  an  einigen  Stellen  Vis  dick,  auch  dünner  hie  und  da,  durcligehends
  stark  vergoldet  und  mit  ablösbarem  Grünspan  überdeckt,
sonst  ziemlich  gut  erhalten.
Herr  Repeschitsch  u.  A.  erklärten  die  Figur  für  Constantins
Statue,  die  auf  Befehl  Licins  im  Jahre  314  zu  Aemona  zerstört
werden  musste.  In  dem  französischen  Werke  „L’antiquite  expliquee
  par  Dom.  Bernard  de  Montfaucon  ä  Paris  1719,  fol.  Tom.
III.  PI.  VI.  Fig.  2,  pag.  30  images  de  senateurs  avec  la  toge,”
ist  eine  so  ähnliche  Abbildung  mit  Ausnahme  der  Physiognomie
und  verschiedener  Beschuhuug,  als  wenn  diese  von  unserer  Statue ­
  copirt  worden  wäre.  In  Linharts  Versuch  einer  Geschichte
von  Krain,  Tom,  2,  pag.  21,  las  ich  im  Laufe  dieses  Monates
folgende  Stelle:  Julian,  als  er  zur  Regierung  kam,  rief  (361)
Aurelius  Victor,  den  Geschichtschreiber,  zum  Consularen  des
zweiten  Pannoniens  und  belohnte  seine  Tugend  und  Gelehrsamkeit ­
  mit  einer  ehernen  Statue;  diess  leitet  mich  zu  der  Vermuthung,
  dass  es  die  eben  besprochene  am  16.  April  1836  aufgefundene ­
  Statue  sei,  welche  im  vaterländischen  Museum  zu  Laibach
aufbewahrt  wird,  und  wovon  ich  eine  Abbildung  beifüge.
Zu  dieserStelle  des  Bei’ichterslatters  erlaube  ich  mir  über  die
wahrscheinliche  Benennung  der  Statue  folgende  Bemerkung:
Wenn  man  schon  sehr  oft  mit  mehr  Sicherheit  sagen  kann,
was  eine  Sache  nicht  ist,  als  was  sie  ist,  so  tritt  dieser  Fall  auch
hier  ein;  denn  Constantin  den  Grossen,  wie  Herr  Repeschitsch
glaubt,  stellt  sie  nicht  vor,  sie  hat  nicht  die  geringste  Aehnlichkeit
  mit  dessen  Statue  *)  zu  Rom,  mit  den  geschnittenen  Steinen
zu  Wien  2 ),  zu  Petersburg  •■)  ,  zu  Lyon  4 ),  noch  mit  seinen  Medaillen, ­
  von  denen  die  meisten  entweder  mit  dem  Lorbeer,  dem
Diadem,  oder  dermassen  mit  dem  Antlitze  nach  oben  gerichtet
sind,  dass  sie  der  vorhandenen  jugendlichen  Statue  keineswegs

'i  iUongez  Iconog.  R.  PI.  LXI.  LXH.  T.  IV.  1V3.
8 )  J.  Arneth.  Campen.  XVI'.  5.  S.  30.
! )  *)  Jlorigez  1.  c.
            
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