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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 6. Band, (Jahrgang 1851)

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wog  14Va  Lth.  —•  Nr.  2.  Gläserne  Phiole  oder  grösseres  Thränenglas,
  enthielt  2  Vs  Loth  einer  graubraunen  trüben  Flüssigkeit
mit  Sediment,  abfiltrirt  wasserhell,  reagirte  auf  Lackmus  nicht,
enthielt  keine  Metall-Beimischung,  sondern  Kohlen,  Salz  und
Schwefelsäure,  sowie  Natrum,  Kalk  und  Spuren  von  Thonerde;
das  auf  dem  Filter  gesammmelte  und  getrocknete  bräunlichgraue
Sediment  wog  7  Gran,  enthielt  gemengt  Fragmente  von  drei
Käferchen  aus  der  Familie  der  kleinsten  Carabicinen,  Xylophagen,
und  eine  zerfallene  Glomeris-Assel  und  zeigte  sich  als  blosse
Knochenasche.
Nr.  3.  Karaffinenartiges  Gefäss,  unverslopft,  vollgefüllt  bis
1  Zoll  unter  dem  Ilalsrande,  enthielt  eine  geschmacklose  helle
Flüssigkeit,  gerüttelt  vom  Sedimente  röthlich  gefärbt,  wog  22
Loth  3'A  QÜ.  Bestandtheilc  in  4  Loth  der  Flüssigkeit,  das  übrige
gesiegelt  wird  im  Museum  aufbewahrt.  Das  Filtrat  war  röthlichgelb,
  reagirte  auf  Lackmus  gar  nicht  und  enthielt  Kohlen-,  Salzund
  Schwefelsäure,  gebunden  an  Natron,  Kalk  und  Thonerde.  Das
getrocknete  Sediment  war  röthlichbraun,  wog  V»  Gran  und  enthielt ­
  die  eben  angeführten  Salze.
Nr.  4.  Aehnliche  Karaffine  mit  engerem  Halse,  unter  ähnlichen ­
  Verhältnissen,  mit  dem  Unterschiede,  dass  das  Sediment
die  klare  Flüssigkeit  gelblich  trübte,  enthielt  ebenfalls  22  Lolli
3Vs  Qtl.  Flüssigkeit,  davon  4  Loth  zur  Analyse  verwendet,  das
übrige  versiegelt  wird  im  Museo  aufbewahrt.  Es  enthielt  in  Sediment ­
  Reste  eines  Julus  terreslris.  Das  Filtrat  war  schwach
weingelb  und  verhielt  sich  gegen  die  Reagentien  genau  so  wie
Nr.  3.  Das  getrocknete  Sediment  war  gelblichbraun,  wog  %  Gran
(Vs  Stück  Julus  mitbegriffen)  und  verhielt  sich  wie  jenes  bei  Nr.  3.
Nr.  5.  Ein  gleich  hoch  und  breites  rundes  offenes  Cylinder-Glas,
  mit  Henkel,  war  leer.
Nr.  6.  Ein  kleineres  Glas  mit  runder  Mündung,  gewölbt,
auf  vier  Seiten  tief  eingedrückt,  längliche  Rinnen  bildend.  Leer.
Nr.  7.  Ein  kleines  flaches  Schüsselchen  mit  gerade  aufwärts ­
  gebogenem  Handgriffe.
Nr.  8.  Ein  spindelförmiges  Glas  mit  offenem  Halse  und  sich
stets  verengender  seitwärts  gebogener  offener  Spitze.  Scheint
einer  Wöchnerin  zum  Anssaugen  eigener  Milch  gedient  zu
haben.
            
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