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Der Abhang scheint künstlich durch Abgrabung und Anwurf
hervorgebracht zu sein, und darunter ein grösseres Gewölbe zu
bergen, zur Abhaltung geheimer Zusammenkünfte der Gläubigen.
Der obere Capellenraum ist zu beengt zur Aufnahme derselben
und diente nur den Gottesdienst haltenden Priestern etc. Es
scheint, dass die übrigen Andächtigen das Heiligthum nicht betreten
durften. Das untere, der Kirche zugewendete Fenster
scheint zur Knochenkammer zu führen, wie derlei noch hie und
da bei alten Kirchen zu sehen sind.
Bericht«
Ueber die am 16. April 1836 zu Laibach am Kapuziner-Grunde
ausgegrabene vergoldete bronzene Statue etc.
Bei der Abgrabung des Kapuziner-Gartens zur Grundlegung
des Casino-Gebäudes bemerkte man viererlei Erdschichten. Dio
oberste, nach Wegnahme der Gartenerde, war Schutt; dann
folgte braune Erde mit Steinen, Gerolle, Ziegeln gemengt. In der
dritten schwarzerdigen Schichte, welche auf den Urschottergrund
aufliegt, der in Klaftertiefe anfängt, fand man hin und wieder
Glasgeschirr T. XII. a, b, c, dann Bruchstücke antiker Gläser verschiedener
Farbe, grünlichte Thränengläser, kleine gelbe und
blaue Phiolen, rothgebrannte Sarglampen, Aschenkrüge und verschiedene
Gefässe von schwarzgebranntem Thon mit Asche und
Menschenknochen, zwischen Ziegel-Quadrat-Nischen, dann bronzene
Agraphen und römische Kupfermünzen etc.
Am 24. März 1836 wurde in der Tiefe von 4 Schuh eine
roh bearbeitete Steinplatte abgedeckt, welche einen darunter liegenden
roh bearbeiteten kubisch ausgehöhlten kleineren viereckigen
Stein mit Kalk-Gement schliessend deckte, darin waren acht
gläserne Gefässe symmetrisch aufgestellt, daneben lagen 7 Rippen,
zwei Schlüsselbeine und ein Schienbein eines kleinen Kindes. Im
grossen Glastopfe mit gläsernem Deckel, Tab. XII. Nr. 1, zur Hälfte
gefüllt, waren die Reste eines verbrannten erwachsenen Körpers mit
geruchloser Flüssigkeit überdeckt. Der Inhalt wog 4 Pf. 2 Llh.
lYiQtl. p. c. Die filtrirte schwachweingelbe geschmacklose Flüssigkeit
reagirte nicht auf Lackmus-Papier und enthielt Kohlen, Salz,
Schwefel und Spuren von Phosphorsäure, sowie Natrum, Kalk,
I honerde und Spuren von Kali. Der ablnirle getrocknete Rest
Siizii. <i. phii. hist. ci. vi. ne. ri. u. in. irrt. ii