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Sammlungen sieht man nicht selten das Relief des Landes, aus
dem die Naturgeschichte vorgestellt ist. Gleiches kann auch hei
politisch-geschichtlichen der Fall sein; denn die Erde ist docli
hei beiden-das Erste. Wir wünschen also dem Museum alles Gedeihen
, aus so gutem Samen werden gute Früchte entstehen.
Möge ihm auch bald ein hinlänglicher Raum werden.
Seihst der materielle Nutzen fordert das Gedeihen der Wissenschafts-
und Kunst- Anstalten Salzburgs. Durch seine reizende
Lage ein vielbesuchter, durch seincG eschichte ein höchst denkwürdiger
Ort, ist es häufig der Aufenthalt der Inländer und Fremden;
bietet Salzburg ausser den obigen noch den Reiz zu wissenschaftlichen
und künstlerischen Beschäftigungen, wenn der in
Gebirgsgegenden so häufige Regen die Lust am Bleiben verbittert,
so wird ein leicht zugängliches Museum den Wanderer fesseln und
die kleinen Opfer an etwaigen Beiträgen reichlich vergüten; wenn
selbst das Höhere, wie die Verehrung der Wissenschaft und
Kunst, wie die Liebe zu Fürst und Vaterland, die Ausbildung an
den Vorbildern der Kunst und des Gewerbes nicht in Anschlag
gebracht würde.
Der kaiserliche Rath Bergmann überreicht der Classe als
Beiträge zu einer kritischen Geschiche Vorarlbergs in älterer Zeit
a) Auszüge aus dem „Necrologium Curiense”, in soweit dasselbe
den bis zum J. 1808 zur Diöcese Chur gehörigen obern Theil
von Vorarlberg betrifft, nebst einem erläuternden alphabetischen
Verzeichniss der darin vorkommenden Personen- und Ortsuamen,
mit kritischen Untersuchungen über das mit den Grafen
von Montfort gleichnamige Edelgeschlecht und die Montfortischen
Ministerialen in Churrhätien; b) den Vorarlberg berührenden Theil
des C h u r e r U r b a r i u m s nach dessen Erneuerung vom 1. Mai 1393.
Dann referirt er über seine Wanderung im Spätsommer 1849 durch
dasPrätigau, Davos, Bellfort, Domleschg etc., um in ethnographischer
Hinsicht die Bewohner dieser Thäler mit denen des obern
Vorarlberges zu vergleichen; besonders richtete er sein Augenmerk
auf Davds und liest den dieser Landschaft von den jungen
Her ren von Vatz und Hugo III. von Werdenberg — Heiligenberg
gegebenen Lehenbrief vom 1. September 1289, den er in Bezug
der darin enthaltenen Personen und Sachen beleuchtet. Zum