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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 6. Band, (Jahrgang 1851)

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Liebe  zur  heimathlichen  Geschichte  birgt  die  Liebe  für  den
Kaiser  und  das  Vaterland!
Nach  meinem  Dafürhalten  hat  sowohl  der  gegenwärtige  Vorsteher ­
  des  Museums  zu  Salzburg,  welchem  Ihre  Majestät  die  Kaiserin ­
  Carolina  Augusta  den  Namen  Carolino-Augusteum  im  November ­
  1850  zu  bewilligen  geruht  haben,  um  die  Bildung  desselben ­
  durch  seine  Unermüdlichkeit  die  grössten  Verdienste,  sowie
überhaupt  um  die  Alterthümer  des  Kronlandes  Salzburg  in  allen  Beziehungen ­
  Herr  Pezolt.  Selten  vereiniget  ein  Mann  gleich  unparteiische ­
  Liebe  zur  Geschichte  und  Kunst  aller  Zeiten  wie  Herr  Pezolt, ­
  der  in  dem  schönen  Werke  über  Salzburg  „Schätze  mittelalterlicher ­
  Kunst  aus  Salzburg  und  seinen  Angrenzungen  40Bl.  a30  kr.”
gleiche  Geschicklichkeit  und  Liebe  zur  Kunst  bewiesen  hat.
Auch  für  römische  Monumente  hat  Herr  Pezolt  gleiches  Interesse, ­
  was  er  mehrmals  bewiesen  hat.  Die  All.  T.  X.  hat  er  nachgezeichnet ­
  und  zeigt  einen  der  merkwürdigsten  Umstände,  wie
es  scheint,  eine  Basilica  jetzt  im  Faistelauer-Walde,  von  der  man
die  Steine  zum  Bau  des  Halleiner  Rechens  genommen  hat.  Es  ist
also  wahr,  was  ein  Dichter  des  10.  Jahrhunderts  sagt:
Ac  tegitur  silvis,  tegitur  lustrisque  forcstis
Urbs  juvavensis  fuit  olim  splendida  muris.
Aggeribus  magnis  munilaque  turribus  altis,
Sedes  hie  regum  fuerant  ac  templa  deorum
Gente  sub  antiqua  fulgenti  marmore  structa  —
Sed  veluti  legimus,  multis  inculta  diebus
Uulmine  de  summo  cecidit  prolapsa  Juvava.
Herr  Pezolt  hat  übrigens  auch  durch  seine  Aufsätze  über  die
Kunstwerke  Salzburgs,  über  die  Aufbewahrung  und  Erhaltung  ausgesprochenes ­
  Verdienst.  Wie  merkwürdig  ist  seine  letzte  Entdeckung
der  Fresken  und  anderer  mittelalterlicher  Kunstwerke  am  Nonnberg
  zu  Salzburg,  aus  der  Zeit  Kaiser  Heinrichs  II.  welcher  1000
zu  Salzburg  sich  aufhielt.  —  Neue  Salzburger  Zeitung  1850.  4-8.
  9.  auch  waren  lehrreiche  Aufsätze  in  früheren  Zeiten  z.  B.
Nr.  249—255.  291.  302,
Auf  diese  Weise  scheint  mir  nicht  bloss  der  Grund  sondern
schon  mehr  als  bloss  der  Grund  zu  einem  Museum  in  Salzburg  gelegt, ­
  dem  das  hohe  Protectorat,  der  ohne  Zweifel  rege  Sinn
der  Einwohner  des  Kronlandes  Salzburg,  die  unermüdete  Sorgfalt ­
  seines  Gründers  Gedeihen  verspricht.  In  naturgeschichtlichen
            
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