Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 6. Band, (Jahrgang 1851)

192

Die  auf  Salzburgs  Geschichte  als  Denk-  und  Geschichtsmünzen ­
  Bezug  habenden,  beginnen  :
aj  aus  der  Zeit  der  Römer-Herrschaft,  mit  dem  Brustbilde  des
Augustus  bis  Romulus  Augustulus,  und  im  Mittelalter
b)  mit  Kaiser  Friedrich  III.,  der  der  Stadt  Salzburg  besonderen
Aufschwung  verlieh,  und  gehen  bis  zur  Medaille  der  Wiener
Ereignisse,  nebst  dem  schönen  Schraubthaler  auf  das  freie
Italien—mit  dem  daguerreotypirten  Portrait  des  F.  M.  Radetzky
und  der  misslungenen  Augsburger  Medaille  auf  Fürst  Schwarzenberg ­
  als  Erzbischof  von  Prag.
Diese  Abtheilung  zählt  142  Stücke  und  darunter  sind  auch
die  Guss-Medaille  mit  dem  Portrait  des  Paracelsus,  die  vielen  Emigrations-Münzen ­
  ;  Medaille  mit  Napoleon  auf  den  Frieden  zu  Schönbrunn, ­
  die  20  Ducaten  schwere  Gold-Medaille  auf  das  Huldigungs-Schiessen
  1816,  etc.
Von  Salzburgs-Suffragan  Bisthümern  finden  sich  wohl  die
seltensten,  aber  im  Ganzen  nur  34  Stücke,  da  bei  den  höchst  beschränkten ­
  Mitteln,  doch  vorerst  auf  die  Salzburger-Münzen  selbst
gesehen  werden  muss.
Diess  sind  die  Umrisse  des  Umfangs  und  Inhalts  des  Museums; ­
  das  Wissenswertheste  über  die  Art  und  Weise  seines  Entstehens ­
  und  seine  Mittel  ist  folgendes:
Als  Gründer  dieser  Anstalt  ist  allgemein  der  nunmehrige  Leihhaus-Verwalter ­
  Süss  bekannt.  Schon  in  dem  Jahre  1835  als  damaliger ­
  Magistratsbeamter  begann  er  mit  diesem  Werke  dadurch,  dass  er
mit  Hilfe  eines  guten  Freundes  heim  Militair  einige  in  Kisten  vorhanden ­
  gewesene  Gewehre  (die  aber  jetzt  vom  Museum  wieder  entfernt
sind)  nebst  einigen  Fahnen,  in  einem  kleinen,  zwei  Klafter  breiten
und  vier  Klafter  langen  Locale  an  den  Wänden  herum  trophäenartig ­
  aufstellte.  Diess  gefiel.  Dazu  kamen  schenkungsweise  bald
auch  alterthümliche  Waffen  und  Geräthschaften.  Süss  forschte  und
sammelte  ausgebreiteter  immer  mit  Eifer  fort,  die  Sammlung  forderte ­
  von  Zeit  zu  Zeit  Vergrösserung  der  Localität,  gefiel  immer
mehr,  erhielt  immer  mehr.  Es  entstand  ein  Naturalien-Cabinet,  eine
Bibliothek,  es  kamen  römische  Monumente,  und  so  gelangte  er  bei
seiner  Beharrlichkeit  und  Liebe  für  das  Vaterland  bald  in  die  erfreuliche ­
  Lage,  ein  förmliches  Landes-Museum  für  Alterthum,  Natur
undKunst  entstehen  zu  sehen,  jedoch  leider  ohne  allen  höhern  Einfluss,
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.