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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 6. Band, (Jahrgang 1851)

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Gleichem  Volke  sind  auch  die  Schwerter  zuzuschreiben.
Der  Gründer  dieses  Museums  gibt  sich  alle  mögliche  Mühe,
alle  auch  ausser  den  bereits  erworbenen,  noch  hie  und  da  vorhandenen ­
  Denkmäler,  in  so  weit  es  ohne  Fonds  und  Mittel
möglich  ist,  noch  zu  erwerben,  und  dass  es  ihm  gelingen  wird,
ist,  im  Hinblick  auf  das  bereits  Geleistete,  ganz  nnd  gar  nicht
zu  bezweifeln.  Manches  kann  ja  leider  oft  erst  durch  Zeit  und
Umstände  frei  gemacht  und  erworben  werden.
Vielleicht  könnten  in  diesem  oder  in  einem  nahen  Saale
auch  jene  römischen  Fussböden  gelegt  werden,  welche  hei  Grundgrabung ­
  des  Mozart-Monumentes  auf  dem  Michaelsplatz  in  Salzburg ­
  ausgehoben  wurden.  Sie  sind  noch  immer,  in  Kisten  verpackt, ­
  in  einem  Kellergewölbe  der  Residenz  und  unzugänglich,
während  sie,  vereint  mit  dem  Landes-Museum  in  Salzburg,  nach
leicht  möglicher  entsprechender  Vergrösserung  der  Localität,
demselben  wirklich  einen  grossen  Glanz  verleihen  würden.
Es  sind  an  wenig  andern  Orten  so  viele  und  so  schöne
Mosaiken  gefunden  worden  als  in  Salzburg.  Der  im  Jahre  1815
auf  denLoigerfeldern  entdeckte,  im  Jahre  1821  ausgehobene  Mosaikboden ­
  mit  der  Darstellung  und  Mythe  des  Theseus  und  der  Ariadne
(S.  Atl.  T.  V  5  dessen  Zeichnung  beigegeben  ist,  weil  sie  so  interessant ­
  und  nicht  mehr  zu  haben  ist),  dient  nun  zum  Fussböden  im
Pavillon  der  Mariannen-Insel  zu  Lachsenburg.  Bei  Aigen  wurden ­
  ebenfalls  schöne  Mosaiken  aufgefunden.  Besonders  merkwürdig ­
  sind  jedoch  die,  welche  bei  Legung  der  Grundfesten
zum  Mozart-Monumente  auf  dem  Michaelisplatze  im  Jahre  1841
entdeckt  wurden.  Es  waren  vier  Böden  übereinander,  ein  jeder
etwa  lVaFuss  vom  andern  entfernt.  Der  unterste  und  oberste  von
gewöhnlichstem  Materiale;  äusserst  zierlich  ist  der  zweite  von  oben,
dessen  Zeichnung  Modell  zu  den  schönsten  Teppichen  werden
könnte  (S.  Atl.  T.  VI«.  ft.  c.).  Beim  Anfang  desselben  steht  die
merkwürdige  Inschrift:  IHC.  HABITAT,  (vermuthlich  FELICITAS,
oder  ein  ähnliches  Wort,  welches  jedoch  fehlt),  in  der  zweiten
Zeile:  NIHIL.  INTRET.  MALI  (S.  Atl.  T.  VI.  </.).  1%  Fuss  tiefer
sah  ich  im  Jahre  1841,  der  Vermuthung  nach,  einen  schönem
Mosaikboden  und  gab  den  Rath  —  so  gewagt  dieser  auch  scheinen
mochte  —  den  oberen  wegzunehmen,  um  zu  dem  unteren  zu  gelangen ­
  ;  und  in  der  That  wurde  ein  anderer  äusserst  merkwürdiger
            
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