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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 6. Band, (Jahrgang 1851)

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Text  so  recht  langsam  und  mit  grösster  Sorgfalt  wiederholt  in  sich
aufnimmt,  ihn  gevvissermassen  his  zum  Ucberdrussc  wiederkauet,
dadurch  die  Arbeit  und  unterstützt  das  Gedächtniss.  Zudem  gewährt ­
  fünftens  der  gedruckte  Text  vor  Abschluss  der  Abhandlung ­
  noch  den  annehmbaren  Vortheil,  dass  man  über  einzelne  Stücke ­
  desselben  durch  Mittheilung  von  Abzügen  an  Archivare  und  Mitforscher ­
  manche  Festigung  und  Belehrung  gewinnen  kann,  welche
durch  Fertigung  von  Abschriften  ungemein  verzögert,  wo  nicht  gar
vereitelt  würde.  Sechstens,  halte  ich  es  in  unseren  bedenklichen
Zeiten,  in  denen  sich  sicher  fühlen  mag  wer  kann,  für  räthlich,  was
man  thun  will,  schnell  abzumachen.  Wer  weiss,  was  uns  die  nächste
Zukunft  schon  bringen  will  und  ob  sie  noch  Lust  und  Sinn  haben
wird,  sich  mit  solchen,  ihr  vielleicht  lächerlichen  Dingen  zu  befassen. ­
  Darum,  m.  II.,  gewähren  Sie  mir,  ich  bitte  Sie  darum,  die
unvcrweilte  Drucklegung.
Ich  habe,  damit  Sie  es  können,  und  um  Ihnen  einen  sicheren
Anhaltspunct  über  die  Kostenfrage  zu  geben,  eine  Seite  des  Denkmals ­
  versuchsweise  absetzen  lassen.  Sie  sehen,  dass  der  Druck  ein
schwieriger  zu  nennen  ist,  sind  .auch  nicht  alle  Seiten  so  voll  wie
die  vorliegende.  Durch  die  fettere  Schrift  soll  die  älteste  Hand
des  Codex,  die  noch  dem  ausgehenden  8-  Jahrhunderte  angehört,
hervorgehoben  werden.  Die  zwischen  den  Zeilen  erscheinende
kleinere  Schrift,  bezeichnet  die  späteren  Zusätze;  die  allen  Namen
folgenden,  zwischen  Klammern  gesetzten  Buchstaben,  die  verschiedenen ­
  Schriften  der  eintragenden  Schreiber.  Ein  paar  Tafeln
Nachbildungen  der  einzelnen  Schriftzüge  werden  diese,  so  wie
die  Zeiten  ihrer  Entstehung,  erkennen  lassen.  Die  Abhandlung ­
  wird  zudem  ihre  Reihenfolge  nach  inneren  und  äusseren
Gründen  feststellen.  Diese  Feststellung  führt  zu  Ergebnissen,  über
welche  ich  schon  jetzt  aus  der  Schule  zu  schwatzen  mich  hüten
werde,  die  aber  dem  sorglichen  Forscher  auch  ohne  meine  Versicherung ­
  einleuchten  dürften.
Ich  habe  mich  wegen  des  Druckes  mit  der  Druckerei  Pichler ­
  ins  Einvernehmen  gesetzt.  Sie  erbietet  sich  den  Folio-Druckbogen ­
  dieses  Satzes,  pr.  4  Seiten,  sammt  Papier  in  einer  Auflage
von  500  Exemplaren  um  circa  17  fl.  20  kr.  auf  Maschinen-Papier,
  um  circa  19  11.  auf  geschöpftem  Papier  zu  liefern.  Der  an
mich  gerichtete  Brief  und  die  Papier-Muster  liegen  diesem  An-
            
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