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aus. Die Veranlassung zu diesem Baue gab die am 16. April 1651
in Wien vollzogene Vermählung Ferdinand’s III. mit Eleonora
Gonzaga. Unter den nachträglichen Festlichkeiten war auch eine
Hofcomüdie, aber unter einem der Kunst würdigerem Obdach, bestimmt.
Niclas von Scarzo, königlich spanischer „General
Pasrator” und der k. Hofarchitekt Johann Burnacini wurden
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hierzu bestimmt. Ersterer erhielt im Jahre 1651 „wegen Aufrichtung
eines Theatrums zu bevorstehender Comödie und khönigl.
Fussturniers” 8000 11. aus der Hofcasse. Dem Johann Burnacini
wurden wegen „zu Hoff” erbautem Theater und dazu gemachten
unterschiedlichen „Sachen” im Jahre 1652—1167 11. angewiesen.
Leider gab es auch zu Ferdinand’s III. Zeiten noch keine gedruckten
Textbücher oder aufbewahrte Partituren, um den Namen der
Musikcompositoren und der gegebenen Stücke zu erfahren. Selbst
der eigentliche Standort des Theaters ist nicht auszumittelu.
Welche Unterstützung die dramatische Kunst in allen ihren
Ausästungen unter Ferdinand III. genoss, verräth schon die Menge
der in den Ilofacten vorkommenden Comüdianten und Gaukler,
unter welchen 1655 auch eine Frau, wenigstens nach Ausweis der
Hofregesten, die erste ihres Geschlechts 1 ) am Wiener Hofe; wie
die angeschlossenen gleichzeitigen Acten das Nähere ausweisen.
Ihre Namen lauten:
1637 der hessische Seiltänzer Fasching,er mit seinem
„Hanswurscht. ” (Also sah Wien schon 1637 einen solchen.)
1638 die Comödie der Hofbarbiere. 1641 die Comödie in
Regensburg (vergleiche die Belegstellen am Ende). 1642 spielt
der Gaukler 11 orm e 1 dhaim, 1644 der Seiltänzer Jauren mit
seinem Gesellen Valentin Keller. 1640 spielt ein unbeuannter
Comödiant und der Gaukler Guidi. 1650 fand eine Jesuitencomödia
statt, und eine „Demonstration” 2 ) (Concert) der
1 ) Zu vergleichen Devrient’s Geschichte der deutschen Schauspielkunst.
Leipzig 1848, Theil I. p. 280 in der Anmerkung.
3 ) Demonstration ist gleichbedeutend mit Serenade; dass die Hofsänger
und Musikanten hier in Costüm erscheinen, zeigt schon die Richtung
jener Zeit, jedem Hoffeste eine dramatische Form zu geben. Hier betragen
die Auslagen nur 166 II. Eine Serenade im grösseren Styl, welche am
28, Februar 1699 auf dem grossen Burgplatz dem neu vermählten Paare