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zessin Maria gefeiert wurde; da heisst es ausdrücklich in den
Zahlacten: „In der Römischen Khayscrinn aigen Khämmer zu etwas
Preparirung der Notlulurften zu denen Comödien 100 fl.” Der
Ausdruck: „Der Kaiserin Kammer” und die „Nothdurft” von 100 11.
zeigt schon eine Mitwirkung auch der Hofdamen wenigstens hei
dem mit den Comödien laut der späteren Aufschreibungen schon
verbundenen dramatischen Tanz. Ebenso verräth 1631 die Ausgabe
von 288 fl. über 16 Ellen „Goldstukh” (Stoff), in welchen die beiden
schon herangewachsenen Prinzessinnen, Maria Anna und Cacilia
Renata, gekleidet wurden, sie als Tänzerinnen dabei. Leider sind
. weder die Textbücher noch sonstige nähere Andeutungen über die
Namen der aufgeführten Stücke aufbewahrt, um, da keine fremden
Comödianten Vorkommen, zu beurtheilen, ob diese Stücke von
den Hofsängern oder, wie später ausdrücklich bemerkt wird, von
dem Hofadel selbst aufgeführt wurden.
Diese Comödieu-Nothdurft von 100 11. und das Costüm der
Prinzessin geben die ersten ausdrücklichen Spuren der Mitwirkung
des Hofes bei den Comödien. Es war dadurch für die Ehre der
Kunst und zur Befreiung der damals im Allgemeinen gegen die
Schauspieler bestandenen Vorurtheile ein grosser Schritt.vorwärts
geschehen. Eine dritte Bestätigung von der Aufführung eines
Hoftheaters, oder wenigstens eines dramatischen Tanzes, finden wir
1635 bei der Verheirathung der Prinzessin Maria Anna, ältesten
Tochter K. Ferdinands II., mit Maximilian Churfürsten von Baiern.
Hier sagen die Acten : „1635 Haben Seine Röm. kh. Maj. den
beiden Erzherzoglichen Prinzessinnen (Maria Anna und Cacilia Renata)
zu ainem Ballet 1000 11.zu raichen verordnet, ferner für
einen neuen Mundkhorb für höchstgedachte Prinzessin 79 11.” Ich
zweifle nicht, dass diese so bedeutende Ausgabe für Balletcostüm auf
das am Ende der gegebenen Hofcomödien, wie später jedesmal ausdrücklich
ausgewiesen ist, aufgeführte Ballet Bezug hatte. Dass
1625 für die Comüdie selbst keine Auslagen verrechnet sind,
beweiset, dass sie entweder von den k. Hofsängern oder vom Hofadel
vorgestellt wurde.
Für die letzte Lebenszeit des am 15. Febr. 1673 verstorbenen
Kaisers geben die Hofacten keine theatralische Ausbeute mehr.
In der ununterbrochenen Kette von glänzenden Unterhaltungen
und Hoffesten aller Art unter Ferdinand III. nahm die ComÖdie