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schon gefeierte Dichter und Schauspieler aufzuweisen hatte. Wo er
immer mit seinem Hofe weilen mochte, in Wien, Linz und Regensburg,
fanden Vorstellungen englischer, französischer, italienischer
oder deutscher Comödianten Statt *); wir finden 1017 eine Comüdie
„der Stallknecht”, welcher Witz 3 ) erst im Jahre 1639
wieder durch die „Barbierer” Hofcomüdie nachgeahmt wurde, um
dann für immer zu verschwinden.
Unter diesem Kaiser zeigen sich die bekannten Namen eines
Johann Spencer und Johann Green in Oesterreich, und bedeutende
Geldverehrungen an die Schauspielunternehmer, viel höher,
als sie Max II. angewiesen.
Die von Italien nach Linz verschriebenen und kostfrei gehaltenen
Comödianten erhielten z. B. die zu jener Zeit für Schauspieler so
beträchtliche Summe von 5279 11. Aus diesem Betrage, so wie aus
obigen englischen Namen kann man schliessen, dass das Beste, was
jedes Land im Schauspielerfache aufzeigen konnte, mit kaiserlicher
Munificenz verschrieben wurde. Sehr lehrreich, besonders
über die unter Matthias vorkommenden englischen Comödianten,
sind die „Vorlesungen über die Geschichte des deutschen Theaters”
von Prutz, Berlin 1S47, p. 93 — 96, und der Abschnitt in
Eduard Devrient’s „Geschichte der deutschen Schauspielkunst”,
Leipzig 1848, Theil I. p. 148 — 224: die hier vorkommenden
englischen Namen: Spencer und Green, so nie 1653 unter
K. Ferdinand III. die von Johann Waydt und Jelphus können
die Ansichten über das Wesen dieser englischen Schauspieler erläutern.
Wahrscheinlich stand dem Aufkommen des inländischen Hoftheaters
unter Matthias, nebst der kurzen Dauer seiner Regierung,
auch der Mangel an der dem Drama nun schon so nöthig gewordenen
Unterstützung von Seite der Hofmusik entgegen. Die Tonkunst
hatte an anderen Orten, namentlich in Italien, damals dem schalen
S. die Belegstellen am Ende.
In diese Kathegorie Hesse sich etwa das Tarnier bringen , welches Ihre
Mayestet Küche im Jahre 1504 auf dem Platz vor der Burgkh gehalten,
wofür ihnen der Kaiser ein Geschenk von 20 Reiclisthalern reichen liess.
(Tagebuch Ford. I. von Buchholz in dessen Geschichte angeführt. Cod.
der k, k. Hofhibliothek.)