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die früheste Darstellung dieser Gattung in Oesterreich, möchte
etwa als Vorspiel zu den im folgenden Jahrhunderte in der
Purg vom Hofadel aufgeführten Dramen angesehen werden können.
Noch finden sich 1574 unter Max der Juan Taborino, und
1575 Franciscina sambt Gesellen (Gehilfen) mit ihren Contödien
bei Hof.
Ebenso wie die Comödie, begünstigte aber Max II. die Tanzkunst,
in welcher er actenmässig zwei seiner Söhne durch den
Carlo Detti unterrichten liess, während Prinz Maximilian den
Desiderio ,, Scaramuza” zum Tanzmeister hatte.
Wir lesen 1565 im Hofstalus: „Seiner Römisch-Kays.
Majest. Springer” Hanns Arch, mit einem monatlichen Sdld von
15 fl. Dabei erhielt er in diesem Jahre ein Gnadengeschenk von
20 11.; dann, als er den Kaiser nach Augsburg zu begleiten
hatte, 25 fl. auf „ain Claid,” und andere 20 fl., damit er „Irer
Rom. Khays. Majestät zur Reise nach Augsburg dester geringer
(mit weniger Auslagen) nachvolgen” könne. Arch war nicht
von Wien gebürtig, da ihm 1567 als „unterhalt zur Zerung
anhaimbs” (in seine Heimat) 20 11. bewilligt wurden. Im Jahre
1570 war er von seiner Reise bereits nach Wien zurückgekehrt
und als Röm. Khays. Majestät „Lufflspringer” wieder im Hofdienste.
Max nahm ihn in diesem Jahre nach Speyer zum Vermählungsfest
der Erzherzogin Elisabeth mit dem Könige von
Frankreich mit, und überliess ihn sogar der Königin Elisabeth
zur Begleitung nach Frankreich, nach Wortlaut der Vorschreibung:
1570 dem „Hanns Arch Rom. Khays. Majestät Lufftspringcr auf
„vorsteende Raiss in Frankreich statt aines Erclaids 25 fl. und
„Zerung 30 11., bringt benenntlichen 55 11,”
In den folgenden Jahren der Regierung K. Max II., während
welchen der Luftspringer Arch aber aus den Acten verschwindet,
und schon früher finden sich mehrere andere, als 1565
Collomario des Herzogs von Ferrara Ringer; zwei welsche
„Maidle die vor Ihr. röm. khays. Majestät Tannzt und gesprungen.”
1575 Juan Begera, Ringer und Springer, worunter
Michael Marckhl 1576 den Matischina l )-Tanz „mit dem Stössl”
1) Mattacina hiess man eine Geltung Springer in Costiim; das „Voccabulariu
clella Crusca” erzählt ihre Bestrebung wegen Anstössigkeiten ihres Tanzes.