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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 6. Band, (Jahrgang 1851)

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Sonnenuntergang  kam  man  zur  Station  Dlehughaimän,  einem  Orte,
der  rings  von  Bergen  umgeben  und  wo  kein  Wasser  ist.  Um  Mittag
zog  man  weiter,  bis  am  Morgen  des  nächsten  Tages  der  Bergsteig
Akabet  Halawe  überstiegen  ward,  wo  bis  Mittag  gerastet  ward.
Hier  begegnete  man  der  Postkarawane,  die  gewöhnlich  bis  Tebük
geht,  doch  dieses  Jahr  hatte  sie  sich  verspätet:  die  Nachrichten,
die  aus  der  Heimath  kamen,  erregten  grosse  Freude.  Um  Mittag  zog
man  weiter  und  kam  am  Morgen  des  folgenden  Tages  im  Schlosse
Muan  1 J  an,  wo  Gärten  und  schöne  Häuser  und  Wasser  in  Menge.
Am  folgenden  Tage  um  Mittag  ging  die  Reise  fort  durch  9as  Thal
Wädi-l-Musüch,  das  voll  grosser  und  kleiner  Steine;  am  Morgen
des  nächsten  Tages  hielt  man  an  dem  Orte  Anese 2 )  an,  wo  weit  und
breit  alles  Wüste,  ohne  Wohnungen  und  ohne  Wasser,  hier  blieb
man  bis  Sonnenuntergang,  dann  ritt  man  durch  ein  steiniges  Thal
weiter,  bis  man  am  Morgen  des  folgenden  Tages  über  eine  aus
grossenSteinen  erbaute  Brücke  kam;  eine  halbe  Stunde  nach  Sonnenaufgang ­
  ward  die  Station  el-hasä  erreicht,  wo  zwei  grosse
Wasserbehälter,  voll  kalten  Wassers.  Hier  blieb  man  bis  Mittag
und  zog  dann  über  einen  mühevollen  Bergsteig,  bis  man  ums  Afsr
die  Kamele  etwas  rasten  liess.  Um  Sonnenuntergang  ging  die  Reise
weiter  bis  zum  Morgen  des  folgenden  Tages,  wo  das  Schloss  el-Katräne
  erreicht  ward,  wo  syrische  Garnison,  daselbst  ist  ein
grosser  Wasserbehälter.  Ums  Afsr  verliess  man  diesen  Ort  und
zog  durchs  Thal  Wädi-a-Nusür  die  ganze  Nacht,  bis  am  Morgen
des  folgenden  Tages  Belkä  erreicht  ward.  Jäküt-el-hamawi  sagt
in  seinem  Werke  el-Moschterik:  Belkä  ist  eine  grosse  Landschaft
im  Süden  des  Gebietes  von  Damaskus,  deren  Hauptort  Amman
ist;  der  Getreidereichthum  dieser  Gegend  ist  sprichwörtlich
geworden.  Hier  blieb  man  bis  um  Mittag  und  zog  dann  fort,
bis  um  Mitternacht  die  Kallübut  erreicht  wurden,  wo  der  Weg
auf  felsigem  Boden  bald  aufwärts,  bald  abwärts  geht.  Hier
ward  das  Morgengebet  gebetet  und  dann  fortgezogen  bis  zu
Serkä,  wo  ein  Fluss  mit  süssem  Wasser;  doch  ist  keine  mensch-1
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