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„che dasselbe findet; die Gefühle, welche dasselbe in der Nähe
„aufruft und in der Ferne einflösst, indem dasselbe von Aussen
„her die Minensprengung des ersten Religionskrieges in Frankreich
„herbeiführt, und nach dem Umstürze von 1562, während des
„Stillstandes von mehreren Jahren, vor der Wiederaufnahme des
„Religionskrieges, folgt man diesem Gedanken der Duldung, welcher
die Ursachen der inneren Verwirrung zu beherrschen sucht,
„welcher von Aussen sich in einem ähnlichen Systeme an Oester-„reich
anschliesst, um dasselbe von Spanien zu trennen und es
„wider die Oberherrschaft Philipp’s II. zu wenden, welches sich
„endlich bemüht, den Widerstand der alten katholischen Gesellschaft
durch Umwandlung zu entwaffnen. Dies ist das mächtige
„und prächtige Schauspiel, das hier mit dem lebendigen und feurigen
Eindrücke der Zeitgenossen aufgeführt wird, in welchem
„man den Zusammenstoss der Ideen, die Bewegung der Leidenschaften,
den Accent der Sprache, welcher das Maass der Ge-„danken
gibt, erfassen kann, und welches uns die hervorragenden
„Geister dieses Zeitabschnittes, welche Zeugen und handelnde
„Personen der von ihnen erzählten Begebenheiten waren', vor
„Augen stellt.”
Dieser Absatz des Vorberichtes genügt um zu zeigen, dass
Hr. Charriere aucli in diesem zweiten Bande wie in dem ersten
Frankreich als den Mittelpunct der gesitteten Welt betrachtet,
von dem alles Licht und alle Sittigung, und trotz der Bartholomäusnacht
sogar die religiöse Duldung ausging, wiewohl der
Keim derselben schon unter Carl V. durch den Religionsfrieden
gelegt, und unter Maximilian II. entwickelt ward. In dem hierauf
folgenden Absätze bemüht sich Hr. Charriere darzuthun,
wie die eigentliche Bedeutung aller dieser Umwälzungen aus der
Darstellung der Verhältnisse Frankreichs mit der Türkei hervorgehe,
indem alle Fäden der Diplomatie , so weit man dieselben
verfolgen könne, in der Nebenbuhlerschaft Frankreichs und Oesterreichs
zusammenlaufen. Hr. Charriere, welcher seinem Vaterlande
in allen Dingen, und folglich auch in der Diplomatie nicht
nur den VoiTang, sondern auch die früheste Ex’scheinung einräumen
möchte, vergisst aber ganz darauf, dass die europäische Diplomatie
eigentlich ihren Ursprung der Staatsweisheit Venedig’s
dankt, welches selbst hierin bei den Byzantinern in die Schule