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Meiline stieg auf das Dach hinauf und auch mich, sagt der Scheich,
beredeten sic hinaufzusteigen, um das Dach der Moschee so wie
die Kuppel zu kehren; ich wollte aber nicht aus Ehrfurcht vor dem
Propheten, damit nicht meine Füsse auf seinem Grabe zu stehen
kämen. Ich sass daher in der Moschee mit meinen Freunden nieder.
Die Eunuchen nahmen vergoldete Besen mit langen Stielen, die
schon zu diesem Zwecke hergerichtet waren, stiegen auf das Dach
hinauf mit Backwerk und Süssigkeiten und kehrten das Dach. Alle
Kinder von Medine versammelten sich an diesem Tage in der Moschee
und vom Dache aus warfen ihnen jene das Backwerk und die Süssigkeiten
herab, die sie aullasen. Wir sassen im Hofe der Moschee
und sahen uns dies alles mit an. Die Leute von Medine betrachten
diesen Tag als einen Festtag, ziehen ihre schönsten Kleider an und
besuchen sich gegenseitig, um sich Glück zu wünschen und freuen
sich, wenn die Kinder rufen: Vergesst nicht den Brauch ihr Herrn 1 },
um das Zuckerwerk zu verlangen. Ist das Dach der Moschee gereinigt,
so wird dann auch das Innere der Moschee gekehrt, alles
Kehricht wird aufgehoben und als Geschenke an Freunde und Bekannte
vertheilt, zum Schlüsse wird vor dem Fenster des Grabzimmers
des Propheten die Fatiha gelesen; dann pflegen die Einwohner
von Medine in die Palmgärten hinaus zu ziehen, um dort zu
schmausen und sich zu belustigen. Die Derwische ziehen unter Geschrei
und Verzuckungen und Saitenspiel an einen anderthalb
Stunden von Medine entfernten Ort, der Kurcin 2 } heisst, wo sie
bis zum Anbruch der Nacht bleiben, dann kehren sie ebenfalls mit
Gesang und Preis Gottes zurück, Frauen, Männer und Kinder finden
sich dort als Zuschauer ein.
Als am 25. des Monates Si-l-Kide die Pilgerkarawane von
Damaskus ankam, schloss sich unser Scheich an dieselbe an, um nach
Mekka zu ziehen. Am 27. Si-l-Kide verliessen sie Medine und zogen
bis zu dem Orte Sü-Huleife 3 ). Hier bekleidete sich jeder der Pilger
mit dem Ihr am und dann riefen alle mit lautem Geschrei: Lebbeikc.
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