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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 6. Band, (Jahrgang 1851)

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rings  um  ilas  Grab  des  Propheten  graben,  so  tief,  bis  man  auf’s
Wasser  kam;  derselbe  ward  dann  mit  geschmolzenem  Blei  ausgefüllt.
  Dies  geschah  im  Jahre  557.
Nun  begaben  wir  uns,  erzählt  unser  Scheich,  durch  das  östliche
Stadlthor  hinaus  auf  den  Friedhof  Bakl-ol-Gharkäd,  um  die  Gräber
der  Heiligen  daselbst  zu  besuchen.  Dort  sind  die  Gräber  des
Ibrahim,  Sohnes  des  Propheten,  der  Rukaja,  Tochter  desselben,
des  Äbbäs  Ibn-el-Muththalib,  der  Weiber  des  Propheten,  wo  unter
einer  Kuppel  vier  Gräber,  der  Schäfije,  Tochter  des  Abd-ol-Mutbthalib,
  des  Imam  Mälik  Ibn-il-Afsbahi,  des  Osmäu  Ihn  Affan,  des
Ebu  S’aid-el-Chadari.  Unser  Scheich  besuchte  nun  täglich  während ­
  des  ganzen  Fastmonates  die  Moschee  zu  den  fünf  Gebetszciten.
  Abends  sassen  die  Leute  in  der  Moschee,  den  Sonnenuntergang ­
  erwartend;  sobald  sie  unterging,  tranken  sie  von  dem  Wasser, ­
  das  in  Kühlkrügen 1 )  bereit  gehalten  ward,  jeder  holte  dann
eine  verdeckte  Schüssel  hervor,  worin  Käse,  Datteln,  Honig  und
Brot,  was  ihre  Mahlzeit  ausmachte.  Hieruuf  ward  das  Abendgebet
gebetet,  darnach  zerstreuten  sich  alle,  um  Freunde  zu  besuchen
oder  nach  Hause  zu  gehen.  Nach  dem  Nachtmahlc“)  kehrte  dann
alle  Welt  wieder  in  die  Moschee  zurück  um  das  Nachtgebet  zu
beten.  Es  ist  Sitte  der  Leute  von  Medine,  dass  sie  nach  dem  Gebete ­
  Sfalät-et-teräwih  die  Moschee  verlassen  und  die  Thorc
schliessen;  dann,  wenn  drei  oder  vier  Stunden  der  Nacht  verllossen
  sind,  kehren  sie  zurück,  öffnen  die  Thorc,  zünden  die
Lampen  an,  und  beten  in  Gemeinschaft  sechzehn  Rikä,  die  desshalb
  es-Sittet-Afchrije  genannt  werden;  hierauf  wird  die  Moschee
wieder  geschlossen  und  erst  zum  Morgengebete  eröffnet.  Als  am
zwölften  des  Monats  Ramadhän  die  Nachricht  ankam,  dass  der
Scherif  Sa’d  die  Harbbeduinen  geschlagen  und  grosse  Beute  gewonnen ­
  habe,  ward  durck  drei  Tage  die  Stadt  beleuchtet  und
Freudenschüsse  von  der  Citadelle  getban.  Unser  Scheich  vergass
aber  auch  wissenschaftliche  Beschäftigung  nicht,  er  gab  dem
Scheich  Abd-ol-Kädir  im  Sfahif  des  Bucharl  Unterricht,  derselbe
liess  auch  seine  Kinder  von  unserem  Scheiche  in  der  Rechtslehrc

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